Familie zwischen Idealisierung und Verfallsrethorik. Pastoraltheologische und geschichtswissenschaftliche Zugänge

Interdisziplinäres Hauptseminar von  Prof. Dr. Stephanie Klein (Theologische Fakultät) und Prof. Dr. Jon Mathieu (Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)

Die Frage nach der Familie in ihren vielfältigen Erscheinungsformen ist in der Gesellschaft und der Kirche gleichermassen virulent.  In den Jahren 2014 und 2015 widmeten sich zwei Welt-Bischofssynoden in Rom den pastoralen Herausforderungen der Familie.  Die Ergebnisse führte Papst Franziskus in seinem nachsynodalen Apostolischen Schreiben Amoris laetitia theologisch weiter.  Wir nehmen dieses Schreiben zum Ausgangspunkt, um in dem interdisiplinären Seminar über die familialen Beziehungen aus pastoraltheologischer und geschichtswissenschaftlicher Perspektive nachzudenken. Themen wie Liebe, Kinder, Ehe, Scheidung und Wiederheirat, Familienvielfalt, Frauen/Männer/Gender sowie die Vielfalt sexueller Orientierungen werden theologisch und historisch untersucht. Erleben wir seit einigen Jahrzehnten eine tiefgreifende Krise der Familie? Oder liegt das Problem eher an unserer Unfähigkeit, den sozialen Wandel konzeptuell und praktisch nachzuvollziehen? Welche Perspektiven können wir aus den historischen Kenntnissen für das Verständnis der Familie heute gewinnen?

Das Seminar ist Teil des universitären Forschungsschwerpunkts “Wandel der Familie im Kontext von Migration und Globalisierung”. Studierende aus allen Disziplinen der theologischen, der kultur- und sozialwissenschaftlichen und der juristischen Fakultät sind ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.

Literatur: Wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben. 

 

HS 2017, wöchentlich (Dienstag) 14.15-16.00

Universität Luzern

Frohburgstrasse 3

6002 Luzern