Ehre, Scham und Schuld in rechtlicher und theologischer Perspektive

Interdisziplinäres Hauptseminar von Prof. Dr. Andreas Eicker, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Prof. Dr. Stephanie Klein und Prof. Dr. Wolfgang Müller, Theologische Fakultät im FS 2019.

Die Vorstellungen von Ehre und Schande und damit verbunden von Scham und Schuld haben sich in verschiedenen religiösen und kulturellen Kontexten unterschiedlich entwickelt. Im Zusammenhang von Globalisierung, Migration und Fluchtbewegungen treffen heute unterschiedliche Ehrkonzepte aufeinander. In den Diskussionen in der Schweiz über Burkaverbot, Beleidigung des Namen Gottes oder von Staatsoberhäuptern, über religiöse Beschneidung, Heiratsalter und Verheiratung von Kindern durch die Familien oder über Ehrenmorde werden unterschiedliche Ehrkonzepte sichtbar. Wie sind sie juristisch einzuordnen? Welche theologiegeschichtlichen Grundlagen haben diese Ehrkonzepte? Welche Rolle spielen psychologische Komponenten wie Scham und Stolz, und wie sind religiöse Handlungen und Deutungen in der säkularen Gesellschaft mit Stolz und Scham besetzt? Das interdisziplinäre Seminar beleuchtet die Frage nach der Ehre aus juristischer, theologiegeschichtlicher und pastoraltheologischer Sicht. Es ist ein Angebot im Zusammenhang mit dem universitären Forschungsschwerpunkt «Wandel der Familie im Kontext von Globalisierung und Migration» (FaMiGlia), der zu interdisziplinärem Austausch und gemeinsamen Forschen anregen möchte.

Mo., 18.2.: 12.00-13.00 Raum 3.B01

Mo., 6.5.: 8.15-17.00 Raum 458, Güterstrasse 3 (nur Seminar Pastoraltheologie)

Do., 23.5., 8.00-18.00, Raum 458, Güterstrasse 3

Fr., 24.5., 8.00-18.00, Raum 4.B51


Universität Luzern

Frohburgstrasse 3

6002 Luzern