Forschungsprojekte

Religionsunterricht an der Volksschule der Kantone Zürich und Luzern nach dem zweiten Weltkrieg bis ins 21. Jahrhundert. Akteurskonstellationen und Entscheidungsprozesse im Spannungsfeld des Handelns staatlicher Behörden und der Religionsgemeinschaften

Projektbeschrieb:

Ziel des Forschungsprojekts ist eine historische Analyse des Entstehungsprozesses des bekenntnisunabhängigen Religionsunterrichts in der Schweiz, exemplarisch durchgeführt am Beispiel der Kantone Zürich und Luzern beginnend bei der heutigen Situation und zurückreichend bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Das Erkenntnisinteresse gilt dabei der Frage, welche Faktoren in welcher Weise Entscheidungsverläufe im Hinblick auf inhaltliche und organisatorische Entwicklungen beeinflussen. Als methodisches Vorgehen ist eine Prozessanalyse auf der Grundlage historischer Dokumente vorgesehen, wobei das Quellenmaterial offizielle Verlautbarungen sowie Protokolle und weiteren vorbereitenden Schriftverkehr der politischen Gremien und Behörden umfasst, zusätzlich aber auch die öffentliche Diskussion in relevanten – allgemein gesellschaftlichen wie kirchlichen – Medien sowie Dokumentationen von Auseinandersetzungen und Entscheiden in kirchlichen Gruppen und Organisationen einzelner Berufsgruppen berücksichtigt. Teil der Analyse ist zudem die Beachtung des Fehlens von Diskussionsbeiträgen möglicher Gesprächspartner wie z.B. staatlich nicht anerkannter Religionsgemeinschaften oder der Gruppe der Nichtreligiösen. Hierbei stellt sich die Frage nach den Gründen fehlender Teilhabe sowie nach deren Konsequenzen.

Projektstatus:

Das dreijährige Projekt wurde vom SNF genehmigt und lief vom 01. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2018.

Projektmitarbeitende:

Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Monika Jakobs.

Zu dem Projekt wird von Samuela Schmid, MTh eine Dissertation verfasst.