Einblick Dozierenden-Austausch: Martin Steiner, SNF-Doktorand, Forschungsmitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent Judaistik, lehrte für einige Tage an der Universität Duisburg-Essen. Am Institut für katholische Theologie bot er den Lehramtstudierenden einen Einblick in die Judaistik und präsentierte seine eigenen Forschungsleistungen ausserhalb der gewohnten Umgebung.

Die ersten judaistischen Unterrichtsstunden sind für mich inhaltlich wie geplant verlaufen. Ein Ziel der Mobilität liegt im Kennenlernen des interreligiösen Lernens. Die Bachelor- und Masterstudierenden zeigen ein grosses Interesse an den von mir eröffneten Themen der Judaistik und insbesondere im Bereich jüdisch-christlicher Forschung.

Einerseits biete ich eine Grundinformation über das Fach Judaistik und andererseits eine judaistische Zugangsweise zur Sensibilisierung gegen Fehlinterpretationen des biblischen und des gegenwärtigen Judentums. Von „Jüdischen Selbstdefinitionen in Gegenwart und Geschichte“ über „Interreligiöses Lernen anhand von Zeugnissen des Judentums“ bis zum Seminar „Alttestamtentliche Theologie im Dialog mit jüdischen Traditionen“ werden in den 10 SWS Fragen zur Beschneidung, zum Antisemitismus, zur israelischen Gesellschaft und zur soziokulturellen Bedeutung der Archäologie behandelt.

In äusserst kurzer Zeit haben sich die Lehramtsstudierenden der katholischen Theologie auf mich eingelassen. Ihre engagierte Mitarbeit in den Seminaren und ihre aufkommenden Fragen sind Motivation und Ansporn als Nachwuchswissenschaftler zu arbeiten sowie zudem eigene Forschungsleistungen ausserhalb der gewohnten akademischen Umgebung zu präsentieren.

Neben dem Dozieren nutzte ich die Zeit um mir das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein und die Ausstellung „Survivors – Faces of Life after the Holocaust“ zu besuchen, die ich den Studierenden direkt empfehlen konnte.

Text und Bild: Martin Steiner

Martin Steiner erhielt Unterstützung durch das Programm Teaching Mobility, welche Lehrtätigkeiten an Universitäten im europäischen Raum fördert. Weitere Informationen zum Programm sind hier erhältlich.

5. Februar 2020