Die Tagung (Originaltitel: "Consumer Law and Economics") wird in Zusammenarbeit mit der University of Notre Dame Law School organisiert und findet vom 29. bis 30. März 2019 an der Universität Luzern statt. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Datum: 29. März 2019 bis 30. März 2019
Ort: Universität Luzern, Raum 4.B55

Informationspflichten für Produkt- und Dienstleistungsanbieter sind das vielleicht am hitzigsten diskutierte Thema im Konsumentenrecht. In ihrem Buch "More Than You Wanted to Know: The Failure of Mandated Disclosure" (2014) behandeln Omri Ben-Shahar und Carl E. Schneider die negativen Effekte von Informationspflichten. Sie halten den Gesetzgeber davon ab, den Markt besser zu regulieren, beeinträchtigen die Entscheidungen der Marktakteure, verschärfen Ungleichheiten und lähmen grosse Unternehmen. Weiter behaupten die Autoren, Konsumenten fällten oft die rationale Entscheidung, Informationen wie bspw. AGB oder Produktinformationen gar nicht zu lesen.

Zusätzlich zu Informationspflichten wurden in den letzten Jahren aber auch noch andere Themen der ökonomischen Analyse des Konsumentenrechts diskutiert. Dazu gehören zum Beispiel der Datenschutz im Internet (insbesondere im Licht der DSGVO), der Schutz der Konsumenten vor missbräuchlichen AGB, die Rationalität der Konsumenten, das Widerrufsrecht bei Konsumentenverträgen und die von der EU vorgeschlagenen neuen Rahmenbedingungen für Konsumenten. Diese Tagung hat zum Ziel, das Konsumentenrecht und seine aktuellen Brennpunkte sowohl klassisch-ökonomisch als auch verhaltensökonomisch zu analysieren.

Programm: folgt