Vortrag von Prof. Dr. Massimo Meccarelli (Università di Macerata) im Rahmen der Vortragsreihe "laboratorium lucernaiuris"

Datum: 23. April 2020
Zeit: 18.45 Uhr bis 19.30 Uhr
Ort: Universität Luzern, Raum tbc

Der Vortrag fokussiert auf die Aporien des Rechtsgleichheitsprogramms des 19.­­– 20. Jh. Während die Kodifikationen von der Rechtsgleichheit ausgehen, ist die Rechtsordnung auch mit ‚Diversität‘ konfrontiert. Es entstehen Sondergesetze zum Beispiel im Bereich des Sozialrechts (mit der Bestrebung Diversität zu integrieren), im Sonderstrafrecht (wo es hingegen um Exklusion geht) oder im Kolonialrecht (mit dem Ziel Assimilation zu verhindern). Worauf beruhten diese unterschiedlichen Strategien im Umgang mit Diversität im Verhältnis zur monistischen Struktur des modernen Rechts?

Massimo Meccarelli ist Ordinarius für Rechtsgeschichte an der Università di Macerata (Italien) und leitet dort die Doktoratsprogramme in "Rechtswissenschaft" und "Recht und Innovation". Er ist assoziierter Forscher am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main) und hat Gastprofessuren an der Facultad de derecho of the Universidad Autónoma de Madrid, am Fachbereich Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie am Juridicum der Universität Wien wahrgenommen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen der Geschichte des Rechtsdenkens, der Justizgeschichte und der Strafrechtsgeschichte. Aktuell forscht er u.a. zu den Themen Grund- und Menschenrechte, Recht und Diversität, Recht und Übergangszeit, Multinormativität.