Die neue Veröffentlichungsreihe „Sonderdruck“ ist ein neues Format wissenschaftlicher Publikationen: kurze, aber aussergewöhnlich sorgfältig und von prominenten Buchdesignern gestaltete kleine Bücher im Umfang von dreißig bis fünfzig Seiten. Die Reihe wird von Valentin Groebner (Uni Luzern), Anke te Heesen, Christina Wessely, Michael Wildt und dem Gestalter der Reihe Helmut Völker herausgegeben.

Die aktuellen Debatten um die digital humanities, open access, Druckkostenzuschüsse, kollektive Autorschaft und das Ende (oder die Wiedergeburt) des wissenschaftlichen Buchs haben unübersehbar gemacht, dass das wissenschaftliche Publizieren sind zur Zeit in einer Umbruchssituation befindet. Aus diesen Debatten ist die Idee für das Projekt Sonderdruck entstanden.
Sonderdruck, realisiert mit Unterstützung der Universität Luzern, der Humboldt Univer-sität Berlin, der Leuphana Universität Lüneburg und der Wüstenrot Stiftung, ist ein neues Format wissenschaftlicher Publikationen: kurze, aber aussergewöhnlich sorgfältig und von prominenten Buchdesignern gestaltete kleine Bücher im Umfang von dreißig bis fünfzig Seiten. Von ihnen werden drei bis fünf pro Jahr publiziert. Sie enthalten in erster Linie exzeptionell gute Texte von Studierenden, Hausarbeiten oder Masterarbeiten, die üblicherweise keinen Weg in die Veröffentlichung finden. 
Entstanden ist so ein Publikationsformat des kleinen Texts, das unhierarchisch, aber der Qualität verpflichtet ist. Es wird nicht im Buchhandel vertrieben, sondern persönlich übergeben. Der Titel des Projekts knüpft an den schönen, aber weitgehend aus der Mode geratenen Sonderdruck an, der den veröffentlichten Zeitschriftenaufsatz als separat ge-hefteten Einzeltext dem Autor zum gelehrten Gabentausch zur Verfügung stellte. Ein Stück Wissenschaftsgeschichte also: Realisiert unter den Bedingungen des 21. Jahrhun-derts.

3. März 2016