Welche Blick-Regime und welche Raster der Wahrnehmung machen manche Menschen unsichtbar und andere sichtbar? Welche eingeübten Assoziationsketten weisen einzelnen Gruppen bestimmte Eigenschaften zu – und wie lässt sich dagegen aufbegehren?

Mit diesem Vortrag setzt das Kulturwissenschaftliche Institut seine neue Veranstaltungsreihe "Lose Bilder" fort. Was passiert, wenn man ein Bild aus den Kategorien, mit denen es üblicherweise beschrieben und einsortiert wird, herauslöst und als Ausgangspunkt für eine Recherche in ganz andere Richtungen verwendet? "Lose" Bilder ist dabei gemeint im Sinne des Herstellens neuer Verbindungen und Anschlüsse: Bilder als Katalysatoren, die Fragen erzeugen.

 

Carolin Emcke, geb. 1967, ist nicht nur promovierte Philosophin, Journalistin und vielfach ausgezeichnete Autorin. Sie ist vor allem öffentliche Intellektuelle, die sich mit dem Umgang mit Gewalt, mit Fragen von Identität, Zeugenschaft und politischen Emotionen beschäftigt und mit Leidenschaft engagiert, als moralische Stimme im besten Sinn. Bekannt wurde sie mit dem 2004 erschienenen Buch "Von den Kriegen"; es folgten "Stumme Gewalt. Nachdenken über die RAF" (2008), "Wie wir begehren" (2012) und "Weil es sagbar ist" (2013). Für Ihr neues Buch "Gegen den Hass" hat sie 2016 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.

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Weitere Informationen zur Reihe bei valentin.groebnerremove-this.@remove-this.unilu.ch 

8. März 2017