Max Weber gilt sowohl in der Soziologie als auch in zahlreichen sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen als Klassiker. So verdient seine Wissenschaftslehre auch 100 Jahre nach der Erscheinung Aufmerksamkeit.

PD Dr. Takemitsu Morikawa veröffentlicht einen Beitrag über Max Weber und seinen kurzzeitigen, von ihm sehr geschätzten Schüler, den Nationalökonomen, Friedrich Gottl. Die Position in dessen erkenntniskritischen Arbeiten lehnte Weber zwar offiziell ab, jedoch regten sie ihn zum Begriff des Handelns und zur Neubegründung der Soziologie an.

Erschienen ist der Beitrag "Max Weber und Friedrich Gottl. Von der Kritik an die sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung zur Phänomenologie des Wirtschaftslebens" im Sammelband: Wagner, Gerhard/ Härpfer, Claudius (Hrsg.): Max Webers vergessene Zeitgenossen. Beiträge zur Genese der Wissenschaftslehre. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag.

Der Sammelband versucht, viele wichtige Autoren, deren Werke Weber rezipierte, in Erinnerung zu rufen, um seine Wissenschaftslehre in ihrem Entstehungskontext und ihrer Komplexität gerecht zu verstehen.

17. Mai 2016