In dem von Daniel Brühlmeier und Philippe Mastronardi herausgegebenen Band «Demokratie in der Krise» liefert Prof. Dr. Joachim Blatter eine Analyse der Schweizer Demokratie vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Globalisierung.

Dabei zeigt er, dass bei einem traditionellen Verständnis von republikanischer Selbstbestimmung, in dem nationale Identität und starke Partizipation die zentralen Rollen spielen, in der Schweiz von einer Krise der Demokratie keine Rede sei. Aus neo-republikanischer Sicht ist die Schweizer Demokratie aber kritikwürdig und krisenanfälling, weil die Schweiz keine produktive Rolle bei der politischen Bewältigung von ungerechtfertigter Herrschaft im Zeitalter der (ökonomischen) Globalisierung spielt. Die direkte Demokratie -  verstanden als sachunmittelbaren Demokratie -  sorgt dafür, dass trotz verschiedenster Bedrohungen die Qualität der öffentlichen Deliberation innerhalb die Schweiz immer noch relativ gut ist. Sie trägt aber auch gleichzeitig dazu bei, dass die negativen externen Effekte der Schweizer Politik verdrängt werden und die externen Anderen nicht wirklich anerkannt, sondern als Bedrohung betrachtet werden. Mehr Informationen zum Sammelband

3. Oktober 2016