Der Erste Weltkrieg erschütterte die Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in ihren Grundfesten. Mehr als 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben in diesem ersten voll industrialisierten Krieg. Als neutraler Staat blieb die Schweiz von kriegerischen Auseinandersetzungen zwar verschont, die Folgen des «Grossen Krieges» auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse waren aber enorm.

Das Museum Burg Zug übernimmt anlässlich des 100jährigen Gedenkens die Wanderausstellung «14/18 – Die Schweiz und der Grosse Krieg». Ergänzend zu dieser gesamtschweizerischen Sicht realisiert das Museum ein regionales Vertiefungsmodul, um die spezifischen Verhältnisse in der Zentralschweiz zu beleuchten. Vom Krieg besonders betroffen waren etwa die Tourismusbetriebe rund um den Vierwaldstättersee, während die Zentralschweizer Industriebetriebe trotz Energieknappheit und Arbeitskräftemangel florierten. Daneben war der Alltag auch in der ländlich geprägten Zentralschweiz immer stärker durch Mangel und Not geprägt, Tausende internierter ausländischer Soldaten lösten bei der lokalen Bevölkerung zudem Skepsis und Angst aus. Die mobilisierten Zentralschweizer Wehrmänner leisteten ihren entbehrungsreichen Aktivdienst in der ganzen Schweiz und wurden schliesslich auch am Landesstreik in Zürich und Luzern eingesetzt.

2. Mai 2016