Die Direktorin der Justiz und des Innern des Kantons Zürich, Regierungsrätin Jacqueline Fehr, hat heute der Öffentlichkeit eine Studie zu den juristisch bisher nicht anerkannten Religionsgemeinschaften vorgestellt. Erarbeitet hatte diese Studie das Zentrum Religionsforschung der Universität Luzern gemeinsam mit dem Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft an der Universität Freiburg.

Wasserweihe der Orthodoxen Gemeinschaften am Zürichhorn am 19. Januar 2019 (Foto: ZRF).

Bisweilen kann Religionsforschung von ganz unmittelbarem Interesse für behördliches und politisches Handeln sein. So wollte die Direktion der Justiz und des Innern, die im Kanton Zürich für die Religionsgemeinschaften zuständig ist, zunächst sachliche Grundlagen haben, auf die sie die nächsten Schritte in der Religionspolitik abstützen kann. So beauftragte sie 2018 mit dieser Arbeit das Religionswissenschaftliche Seminar und das Zentrum Religionsforschung der Universität Luzern sowie das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG) der Universität Freiburg. Je drei Forschende der beiden Universitäten untersuchten in der Folge das Feld derjenigen Gemeinschaften, die in den letzten Jahrzehnten durch Migration entstanden oder stark gewachsen sind. Besonderes Augenmerk legten sie gemäss dem Auftrag auf die organisatorischen Strukturen der Gemeinschaften, auf ihre Ressourcen und schliesslich auch das Profil der in ihnen tätigen Betreuungspersonen. Den grössten Raum widmet das Forschungsteam den muslimischen sowie den christlich-orthodoxen Gemeinschaften sowie den jeweiligen kantonalen Dachverbänden. Zudem gaben die Forschenden wie gewünscht eine Reihe von Empfehlungen für das weitere Vorgehen ab.

Heute stellte Regierungsrätin Jacqueline Fehr gemeinsam mit einem Teil des Forschungsteams die Studie vor und skizzierte ihre nächsten Schritte. Die Studie ist gemeinsam mit einem kurzen Faktenblatt und einem separaten Dokument mit den Empfehlungen auf der Webseite der Direktion der Justiz und des Innern publiziert. Ebenso findet sie sich mit dem permanenten Link zum Open-Acces-Repositorium LORY der Universität Luzern.

19. November 2019