Professorin für Kulturwissenschaften

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Leiterin des SNF-Sinergia Projekts

Neuerscheinungen

Zwitschern, Bellen, Röhren. Tierlaute in der Wissens-, Medientechnik- und Musikgeschichte
Marianne Sommer, Denise Reimann (Hg.)

So zahl- und variantenreich uns Tierlaute in alltäglichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Zusammenhängen begegnen, so wenig erforscht ist die Geschichte dieser Begegnungen. Dabei zwitschert, bellt und röhrt es an den Schnittstellen zwischen Wissens-, Medientechnik- und Musikgeschichte – und dies nicht ohne Grund. Tierlaute zementieren, aber stören oder erschüttern auch unsere Abgrenzungen vom ‚Andern‘. Sind der Vogel­gesang und die Kommunikation von Affen oder Delphinen evolutionäre Vorstufen von Musik und Sprache? Verfügen Fische über eine noch unbekannte Form der Verständigung? Solche Fragen durchziehen die Kunst- und Wissenschaftsgeschichte, wobei die bioakustische Forschung maßgeblich durch die Entwicklung von Klangspeichermedien geprägt ist.

Die hier versammelten Beiträge beleuchten unterschiedliche politische, ästhetische und wissenschaftliche Diskurse und Praktiken, die Tierlaute in menschliche Zusammenhänge brachten und bringen. Dabei interessieren sowohl die medientechnischen und epistemischen Herausforderungen dieser Prozesse als auch die Bedeutungen, die tierlichen Äußerungen jeweils zugeschrieben wurden, etwa im Nationalsozialismus und im Tierschutz. Damit eröffnet der interdisziplinär ausgerichtete Band erste Perspektiven einer ‚kulturgeschichtlichen Bioakustik‘.

Weitere Informationen und eine Leseprobe finden sie hier.

 

Metzler Handbuch Wissenschaftsgeschichte
Marianne Sommer, Staffan Müller-Wille und Carsten Reinhard (Hg.)

Wie sind die Wissenschaften entstanden? Wie haben sie sich entwickelt? Wissenschaftsgeschichte hat als Disziplin eine ebenso lange und bewegte Geschichte wie die wissenschaftliche Arbeit selbst. Das Handbuch gibt einen umfassenden Überblick über die historische und aktuelle Wissenschaftsgeschichte in ihrer Anwendung auf alle Wissenschaftszweige, stellt die unterschiedlichen Forschungsansätze vor und führt in die Globalgeschichte der Wissenschaften ein. Betrachtet werden dabei: Räume und Epochen, Orte der Wissensproduktion, Wissenschaft und die Geschichte der modernen Welt.

Weitere Informationen finden sie hier

History Within

Dienste wie 23andMe und Ancestry.com bieten an, was einst wie Science-Fiction klang. Sie versprechen unseren genetischen Code zu analysieren und damit Fakten über unsere Abstammung herauszufinden, die sonst im Verborgenen blieben. Ist es aber wahr, dass in unseren Genomen steht, wer wir sind und woher wir kommen? Sind Gene die besseren Belege für unsere Geschichte und Identität als Fossilien oder historische Quellen?

Unsere Interpretation von Gensequenzen ist, wie auch unsere Interpretation anderer historischer Quellen, unweigerlich eine Geschichte, die mit politischen und moralischen Werten beladen ist. Dieser Geschichte geht Marianne Sommer in ihrem neusten Buch anhand der Arbeiten von Henry Fairfield Osborn, Julian Sorell Huxley und Luigi Luca Cavalli-Sforza nach. Sie zeigt auf, wie Paläoanthropologie, Evolutionsbiologie, und die menschliche Populationsgenetik über Museen, Zoos oder Genlabore unsere Vorstellung von uns selbst und andern, von Natur, Gesellschaft und Kultur prägen.

Rezensionen finden Sie u.a. in Annals of ScienceISISNTM Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, British Journal for the History of Science, Journal of the History of Biology, History of the Human Sciences, The British Journal of Sociology, Science.

CV

Marianne Sommer ist seit August 2011 ordentliche Professorin für Kulturwissenschaften an der Universität Luzern, wo sie den Integrierten Studiengang Kulturwissenschaften leitet. Sie studierte Englische Literatur und Linguistik sowie Biologie an den Universitäten Zürich und Coventry (UK). 

Ihre Dissertation im Bereich der Wissenschaftsgeschichte entstand zwischen 1997 und 2000 an der Universität Zürich. Während dieser Zeit war Marianne Sommer ebenfalls Stipendiatin am Collegium Helveticum der ETH Zürich. Es folgten ein zweijähriges Walther-Rathenau Postdoc am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin) und ein zweijähriges Postdoc der amerikanischen National Science Foundation an der Pennsylvania State University im Science, Medicine and Technology in Culture Programm. 

Von 2004 bis 2010 war sie Oberassistentin am Lehrstuhl für Wissenschaftsforschung der ETH Zürich, wo sie 2007 die Venia Legendi für Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsforschung erhielt. Im Frühjahr 2010 ging Marianne Sommer mit einer SNF-Förderungsprofessur für Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsforschung an die Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich. Im selben Jahr wurde sie für ihre wissenschaftliche Arbeit mit dem nationalen Latsis-Preis ausgezeichnet. Im Sommer 2011 wechselte sie mit dem SNF-Forschungsteam und Projekt zum Thema ‚Geschichte im Körper: Das phylogenetische Gedächtnis von Knochen, Organismen und Molekülen’ an die Universität Luzern.

Marianne Sommer war wissenschaftlicher Gast an verschiedenen Institutionen:  Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK, Wien/Linz); Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin); Institute for Society and Genetics (UCLA); Stanford University; Centre d’Estudis d'Història de la Ciència (Universitat Autònoma de Barcelona); Egenis – Centre for Genomics in Society (University of Exeter); Wissenschaftskolleg zu Berlin (Gast von Gesine Krüger); Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM, Weimar); Cohn Institute (University of Tel Aviv); Edelstein Centre (Hebrew University of Jerusalem/Van Leer Jerusalem Institute); Centre Alexandre Koyré und EHESS (Paris). Sie ist assoziiertes Mitglied des Zentrums Geschichte des Wissens (ETH und Universität Zürich) und des ProDoc „Das unsichere Wissen der Literatur: Natur, Recht, Ästhetik“.

Publikationen

Zeitschriftenartikel

Buchkapitel, Beitrag in Sammelband

Interview

Lexikonartikel

Rezension, Editorial

Weitere Forschungsleistungen

Beitrag/Präsentation an einer Konferenz

Beitrag/Präsentation an einer Veranstaltung

Organisatorischer Beitrag zu/an einer Veranstaltung

Vortrag auf Einladung