Warum verüben junge Menschen Anschläge im Namen des Islam oder ziehen in den Dschihad? Eine Studie von Olivier Roy gibt Antworten auf diese Frage. Über seine umstrittenen Thesen diskutieren beim "Buch im Fokus" Fachpersonen mit dem Publikum.

Datum: 21. März 2018
Zeit: 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr
Ort: Universität Luzern, Hörsaal 8

In seinem Buch "Ihr liebt das leben, wir lieben den Tod" (2017) nimmt Olivier Roy die Biographien von jungen Dschhadisten unter die Lupe. Die Religion, so nimmt der Politikwissenschaftler an, dient jungen Radikalen lediglich als Gefäss, in dem sie ihre Gewaltfantasien ausleben können. Damit widerspricht er der Annahme, dass dschihadistische Radikalisierung die Folge einer fundamentalistischen Islaminterpretation sei. Über Olivier Roys Thesen diskutieren beim "Buch im Fokus"

  • Miryam Eser Davolio
    Erziehungswissenschaftlerin und Extremismusforscherin (ZHAW Soziale Arbeit),
  • Jasmin El-Sonbati
    Lehrerin und Autorin ("Gehört der Islam zur Schweiz? Persönliche Standortbestimmung einer Muslimin", Bern 2016),
  • Kurt Pelda
    Journalist (Tages-Anzeiger),
  • Matteo Frey
    Student Master Religion - Wirtschaft - Politik (Universität Luzern) und
  • Andreas Tunger-Zanetti (Moderation)
    Islamwissenschaftler (Zentrum Religionsforschung, Universität Luzern).

Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung wird ein Apéro offeriert.

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