In modernen Gesellschaften ändern sich nicht nur Menschenbilder, sondern - damit zusammenhängend - auch die Vorstellungen von Gott und Transzendenz. Prof. Dr. Jörg Stolz von der Universität Lausanne zeigt wie.

Datum: 15. April 2015
Zeit: 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr
Ort: Universität Luzern, Hörsaal 4

Zum Vortrag

Mit dem Übergang zur Ich-Gesellschaft in den 1960er Jahren hat sich die Art verändert, wie Individuen über Gott, Transzendenz und Unkontrollierbares nachdenken. Gleichzeitig hat sich auch das Menschenbild verändert, die Art, wie die Individuen sich selbst sehen, beschreiben und das eigene Verhalten erklären. Auf der Grundlage von verschiedenen repräsentativen Studien wie auch einer grossen Anzahl von qualitativen Interviews behandelt der Vortrag die unterschiedlichen Gottes- und Menschenbilder verschiedener sozialer Milieus in der Schweiz.

 

Zur Person

Jörg Stolz ist ordentlicher Professor für Religionssoziologie an der Universität Lausanne. Empirisch forscht er zum Evangelikalismus, christlicher und alternativer Religiosität, Säkularisierungsphänomenen, Islamophobie sowie der quantitativen Erfassung und Beschreibung lokaler religiöser Gemeinschaften. Methodisch interessieren ihn Verbindungen von qualitativen und quantitativen Techniken (mixed methods). Er ist Erstautor des 2014 erschienenen Buches «Religion und Spiritualität in der Ich-Gesellschaft. Vier Gestalten des (Un-)Glaubens».