Erfahren Sie mehr über die "Tamilische Sathya-Sai-Baba-Gruppe" im Projekt Rel-Lu / Sound of Religion. Dort können Sie einige religiöse Gemeinschaften aus einer anderen Perspektive kennen lernen, unterwegs oder bequem von zu Hause aus.

Tamilische Hindus trafen sich samstagabends in einem Raum der St. Karli Kirche, um Bhajan auszuüben, gemeinsam Lob- und Dankgesänge an Sathya Sai Baba und an hinduistische Götter zu singen. Der indische Guru Sathya Sai Baba (1926-2011) wird von seinen Anhängern und Verehren als Avatar, als «Herabstieg des Göttlichen» angesehen. Sathya Sai Baba hatte nach eigenen Aussagen zum Ziel, die Menschheit zur Wahrheit zurück zu führen und den spirituellen Niedergang aufzuhalten. Er erhob keinen Anspruch, neue Lehren verkündet, sondern bestehendes religiöses Wissen neu, den Zeitumständen angepasst gelehrt zu haben. Zugleich proklamierte Sai Baba, die Sai-Religion sei die Essenz aller religiösen Wahrheiten. Zentren und Gruppen in der Lehr- und Praxistradition Sai Babas bestehen weltweit. Sai Babas Ashram bei seinem Geburtsort Puttaparthi (Südindien) ist Ziel von Pilgern aus aller Welt. Typisch für den Anspruch, alle religiösen Wahrheiten auszudrücken, waren auf dem Altar im Luzerner Verehrungsraum neben hinduistischen Göttern auch Symbole anderer Religionen vorhanden (u.a. Jesus-, Marien- und Buddhastatuen).

Die Gruppe wurde von R. Sasitharan Sarma, dem langjährigen Priester des Tempels in Gisikon-Root, betreut und endete zu Beginn 2017, da Priester Sarma einen eigenen Tempel, den Sri Rajarajeshwary Tempel in Emmenbrücke, eröffnete.

«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 12.02.2018