"Ramadan kommt immer so plötzlich" heisst die neueste Publikation des Zentrums Religionsforschung. Anhand konkreter Fälle gibt sie Lehrpersonen sowie Fachleuten in den Bereichen Berufsberatung, Soziale Arbeit und Integration Hinweise und Ideen für die berufliche Praxis.

Jahr für Jahr ergeben sich an Schweizer Schulen, in der Berufsberatung oder in Integrationsklassen irritierende Situationen: Eine junge Frau erscheint von einem Tag auf den andern mit Kopftuch im Unterricht, ein junger Mann will auf der Schulexkursion die Kirche nicht betreten, deren Besichtigung ansteht. Eine Flüchtlingsfamilie schottet sich unter Verweis auf ihre Religion gegenüber den Institutionen ab oder meldet ihr Kind zu allen Spezialanlässen ausserhalb des Klassenzimmers krank.

Solche und ähnliche Fälle hat das Team des Zentrums Religionsforschung seit Herbst 2017 in fast dreissig Workshops von Lehrpersonen sowie Mitarbeitenden von Jugend- und Sozialarbeit, Schulpsychologie, Berufsberatung und Integrationsstellen zu Dutzenden gehört und diskutiert. Das Team hat nun 18 dieser Fälle für einen grösseren Leserkreis aufbereitet. Es hat dafür die Diskussionen in den Workshops ausgewertet, an  denen stets auch eine Muslimin und ein Muslim teilnahmen, und sie mit Hintergrundinformationen aus der Islam- und der Religionswissenschaft ergänzt.

Herausgekommen ist eine praxisorientierte Broschüre von 92 Seiten. In der elektronischen Version mit zahlreichen Hyperlink-Querverweisen steht sie ab sofort über den untenstehenden Link zum Download bereit sowie demnächst über einen dauerhaften direkten Link für Online-Publikationen der Universität Luzern: https://doi.org/10.5281/zenodo.2633778

Eine gedruckte und broschierte Version ist ab Ende Mai erhältlich. Interessierte können Sie für Fr. 8.– zuzüglich Versandkosten bestellen: Bestellformular.

5. Mai 2019