Ein Vortrag - am Vorabend der US-Präsidentschaftswahl - mit Prof. Dr. Albrecht Koschorke, Universität Konstanz (mit begleitendem Workshop "Konfliktnarrative" am 8. November; siehe separater Veranstaltungshinweis)

Datum: 7. November 2016
Zeit: 18.15 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Universität Luzern, Raum 3.B48

 

Der Vortrag nimmt die aktuellen politischen Zuspitzungen zum Anlass für eine erzähl­theoretische Analyse. In fast allen westlichen Ländern ist die Parteienlandschaft im Um­bruch, werden die alten Parteien durch Protestbewegungen umgewandelt oder verdrängt. Die wichtigste Konfliktlinie verläuft dabei zwischen „Populisten“ und „Liberalen“. Haupt­gegenstand des Vortrag soll sein, wie sich dieser Konflikt semantisch organisiert. Was erzählen „Popu­listen“ über „Liberale“, und was glauben „Liberale“ über die „Populisten“ und ihre Anhänger zu wissen? Wie werden in diesem Machtfeld wir/sie-Grenzen gezogen, Identi­fikationen abgebaut oder ge­schaffen? Welche Folgen hat der Entzug von Vertrauen gegen­über Organen und Verfahrensweisen der repräsentativen Demokratie, welche neuen Formen der Partizipation treten an ihre Stelle? Welche Rolle spielt in diesem Zusam­menhang die Digitale Revolution?

Mehr Informationen zum Vortrag und Albrecht Koschorke finden Sie im Veranstaltungsflyer.