Ein Vortrag im Rahmen des Philosophischen Kolloquiums von PD Dr. Ingrid Vendrell Ferran (Berlin/Jena).

Datum: 26. Februar 2019
Zeit: 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr
Ort: Universität Luzern, Hörsaal 3.B57

Der Vortrag widmet sich dem Phänomen der Selbsttäuschung und untersucht die Fragen, worum es sich dabei handelt und warum wir Selbsttäuschungen unterliegen können. Der Vortrag ist in drei Teile gegliedert. Zunächst wird Selbsttäuschung von anderen affinen Phänomenen abgegrenzt. Danach werde ich einen Vorschlag Donald Davidsons präsentieren, der in der neuen Diskussion häufig als Standardauffassung angesehen wird. Schliesslich werde ich mithilfe einiger phänomenologischer Thesen eine alternative Auffassung entwickeln. Dieser Auffassung zufolge wird die Selbsttäuschung weder vom Subjekt intendiert, noch lässt sie sich alleine mithilfe unserer Überzeugungen erklären. Sie beinhaltet vielmehr Emotionen und die Imagination. Mir geht es im Kern darum, eine Analyse des Phänomens der Selbsttäuschung vorzulegen, die davon ausgeht, dass der menschliche Geist eine Einheit darstellt und nicht – wie gelegentlich unterstellt wird – in unterschiedliche Teile zerfällt.

Flyer des Philosophischen Kolloquiums FS 2019