Mit diesem Vortrag von Peter Geimer setzt das Kulturwissenschaftlichen Institut seine Veranstaltungsreihe "Lose Bilder" fort.

Datum: 25. September 2017
Zeit: 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr
Ort: Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Luzern, Raum 4.B55

Bilder werden nicht nur (auf Bildschirmen, in Büchern und Zeitschriften, auf Plakatwänden, im Museum etc.) angeschaut, ebenso häufig werden sie nachträglich erinnert – unvollständig, ungenau, meistens falsch. Die ungenaue Wiedergabe in der Erinnerung ist aber nicht einfach ein Mangel, vielmehr entfaltet sie ganz eigene Qualitäten: Sie deutet die Vorbilder um, lässt Teile weg, erfindet andere hinzu und fügt der Sichtbarkeit eine imaginäre Umgebung hinzu. Am Beispiel einiger konkreter Bildschicksale (u.a. Picassos «Kind mit Taube») geht der Vortrag diesem Zusammenspiel von Bild und Einbildung nach.

 

Peter Geimer ist Professor für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und Ko-Sprecher der Kolleg-Forschergruppe «BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik». Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Geschichte und Theorie der Fotografie, Geschichtsbilder, Wissenschaftsgeschichte sowie die Kunst- und Kulturgeschichte des Dings. Letzte Buchveröffentlichung: Derrida ist nicht zu Hause. Begegnungen mit Abwesenden. Mit einem Nachwort von Marcel Beyer, Hamburg 2013.

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