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Fussball und Liturgie


Gemeinsamkeit und Differenz

Sowohl Fussball als auch Liturgie haben mit stets wiederkehrenden Abläufen zu tun. Bei beiden Phänomenen spielt Tradition und Ritual eine grosse Rolle, beide werden getragen von gemeinsamem Tun. Im Fussballstadion haben wir es mit wiederkehrenden Abläufen und Ritualen zu tun, die Woche für Woche immer gleich ausgeführt werden und das Phänomen Fussball zu einem soziokulturellen Ereignis macht oder zu einem komplexen Ineinander, dass von WM zu WM die Arenen fühlt. Im Gottesdienst feiert und besingt der Mensch sein Dasein und seine Zustimmung zur Welt, preisend vor Gott und mit den Mitmenschen. Der Gottesdienst erschöpft sich dabei nicht in Gruppensolidarität und kollektiver Teilnahme, sondern definiert sich als ein gemeinsames rühmendes Ereignis Gott gegenüber. Diese Erkenntnis beschreibt zugleich auch die bestehende Differenz zwischen dem Gottesdienst der Kirche und dem Fussballspiel.

am Lehrstuhl publizierte Beiträge

  • Birgit Jeggle-Merz / Nicole Stockhoff: Gott ist rund. Fussball und Liturgie: Time-out vom Alltag, in: uniluaktuell, Nr. 25 (2008) 22-23.
  • Nicole Stockhoff: Fußball und Liturgie: ein starkes Stück Leben. Ein Beitrag zur Fußballeuropameisterschaft aus liturgiewissenschaftlicher Perspektive, in: Zeitschrift Gottesdienst 42 (2008) 84-85.
  • Nicole Stockhoff: Jubeln, Glauben, Kicken
    Kuriose Wechselwirkungen zwischen Liturgie und Fussball, in: Willisauer Bote Nr. 50 (25. Juni 2010) 2.