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Über die Fakultät

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Weiter Horizont mit spezifischen Akzenten

Damit lässt sich das Profil der Theologischen Fakultät zusammenfassen. Einige Luzerner Besonderheiten werden nachfolgend vorgestellt:

  1. Mit Forschung und Lehre am Puls der Zeit
  2. Ethische Herausforderungen aus christlicher Perspektive
  3. Ökumenischer Dialog
  4. Interreligiöser Dialog
  5. Gender Forschung
  6. Religionspädagogisches Institut (RPI)
  7. Der Kirche solidarisch verbunden
  8. Innovation und Weltoffenheit
  9. Praxisnähe
  10. Erweitertes Studienangebot
  11. Master of Theology in Kirchenmusik
  12. Master of Arts in Religionslehre
  13. Masterstudiengang Religion – Wirtschaft – Politik
  14. Theologisches Seminar Dritter Bildungsweg (DBW)
  15. Studierendenfreundlichkeit
  16. Die Geschichte der Fakultät

Mit Forschung und Lehre am Puls der Zeit

Die ProfessorInnen, die fest angestellten Lehr- und Forschungsbeauftragten und die Lehrbeauftragten der Theologischen Fakultät Luzern leisten höchste Anstrengungen, um mit Ihrer Forschungsleistung und den Lehrangeboten die christliche Tradition mit den aktuellen Herausforderungen zu verbinden. Der nachfolgende Auszug aus dem Leitbild der Theologischen Fakultät verdeutlicht diese Bestrebung:

• „Theologie ist eine Wissenschaft, die sich als zukunftsorientierte Reflexion des christlichen Glaubens in Geschichte und Gegenwart versteht.

• Das Fach wird in engem Kontakt mit den Geistes- und Sozialwissenschaften betrieben.

• Die Theologie analysiert und reflektiert religiöse, kirchliche und gesellschaftliche Strukturen und Prozesse im Blick auf Gottesgerechtigkeit und Menschenwürde.“

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Ethische Herausforderungen aus christlicher Perspektive

Theologie studieren bedeutet auch, sich mit den dringenden Herausforderungen der Zeit auseinanderzusetzen. Deshalb ist Ethik zu einem Kerngebiet der Theologie geworden, gerade in Luzern mit seinem Institut für Sozialethik (ISE). Zur Sprache kommen in der Ethik neue Herausforderungen wie nachhaltige Entwicklung, bioethische Abwägungen rund um das menschliche Leben, aber auch uralte Fragen wie jene des Umgangs mit Macht und Gewalt.

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Ökumenischer Dialog

Im Weiteren gehört das Ökumenische Institut (ÖI) zur Fakultät. Das Institut wirkt an der Vermittlung des ökumenischen Gedankenguts mit und versteht seine Arbeit als Ausdruck geschwisterlichen Suchens nach der Wahrheit, auch im interreligiösen Dialog. Regelmässige öffentliche Veranstaltungen tragen dazu bei, dass ökumenische Themen in der Gesellschaft lebendig bleiben.

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Interreligiöser Dialog

Das Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) arbeitet interdisziplinär. Es gehört zur Theologischen Fakultät, bietet aber auch an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Studiengänge an. Als einzige Universität der Schweiz bietet Luzern bereits seit 1971 Judaistik als Studienfach an. Das Institut hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1981 zu einer international angesehenen Lehrstätte entwickelt. Zum besonderen Profil des IJCF gehören die judaistischen Studien und der Dialog zwischen Judentum und Christentum. Jeweils im Herbstsemester bietet ein jüdischer Gastprofessor/eine jüdische Gastprofessorin spezielle Lehrveranstaltungen an.

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Gender Forschung

Semesterweise wird ein Lehrauftrag in Theologischen Gender Studies vergeben. So ist es möglich, dass die Studierenden einer grossen Fülle von Forschungsansätzen begegnen. Gerade jüngere Dozentinnen erhalten damit die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Universität zu profilieren. Die Theologische Fakultät verbindet auf diese Weise die Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung mit der Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses.

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Religionspädagogisches Institut (RPI)

Das Religionspädagogische Institut ist das grösste Institut der Theologischen Fakultät Luzern. Am RPI sind mit seinem modularisierten, berufsbegleitenden Ausbildungsprogramm gut 90 Studierende immatrikuliert. Jedes Jahr übernehmen rund 20 diplomierte ReligionspädagogInnen eine Aufgabe in einer Pfarrei der deutschsprachigen Schweiz.

Zudem wurde am 1. Januar 2011 am RPI das „Fachzentrum Katechese der deutschsprachigen Schweiz“ gegründet. Es sorgt für eine bessere Vernetzung der Katechese in der Deutschschweiz und hat die operative Leitung inne zur Umsetzung des Leitbildes „Katechese im Kulturwandel“.

Mit einem neuartigen Weiterbildungsangebot für Lehrkräfte von christlich orientierten Schulen betätigt sich das RPI auch im Bereich von Schulqualität.

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Der Kirche solidarisch verbunden

Die Theologische Fakultät der Universität Luzern hält bereits in ihrem Leitbild fest, dass sie sich mit der Weltkirche sowie mit der Ortskirche solidarisch verbunden weiss. Die Fakultät orientiert sich an den Errungenschaften des II. Vatikanischen Konzils und der Synode 72, die das kirchliche Umfeld nachhaltig geprägt haben. Als offizielle Ausbildungsstätte des Bistums Basel weiss sich die Fakultät gegenüber dem Bistum Basel, den Kantonalkirchen sowie den Pfarreien im Bistum auf besondere Art und Weise verbunden.

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Innovation und Weltoffenheit

Die Theologische Fakultät Luzern nimmt aktuelle Fragen in ihr Lehr- und Veranstaltungsangebot auf.

Die Mitglieder des Professorium äussern sich profiliert und wissenschaftlich fundiert zu gesellschaftsrelevanten Fragen.

Ein weiterer Hinweis für die Aufgeschlossenheit in Luzern ist der hohe Frauenanteil im Professorium (50 %). Dieser ist für eine katholisch-theologische Fakultät einmalig.

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Praxisnähe

Die grosse Nähe zur kirchlichen Praxis zeigt sich einerseits durch die Leistungen des Religionspädagogischen Instituts, andererseits durch einen hohen Praxisbezug des „klassischen“ Theologiestudiums:

Praktika: Wer in Luzern Theologie studiert und sich auf einen kirchlichen Dienst vorbereitet, absolviert drei fünfwöchige Praktika. Dazu gehören ein katechetisches-, ein Pfarrei-, sowie ein diakonisches oder seelsorgerliches Praktikum. Vorbereitet und ergänzt werden die Praktika durch Übungen in den Bereichen Katechese und Homiletik (Predigtpraxis).

• Die vier Professuren für praktische Theologie (Kirchenrecht/Staatskirchenrecht, Liturgiewissenschaften, Pastoraltheologie sowie Religionspädagogik) sorgen für eine wissenschaftliche Reflexion der Praxis.

• Kirchliche Erwachsenenbildung und Präsenz in Pfarreien: Viele Mitglieder der Theologischen Fakultät engagieren sich mit Vorträgen und Sonntagspredigten in Pfarreien, aber auch in der Begleitung von Prozessen auf örtlicher oder regionaler Ebene und in der Zusammenarbeit mit landeskirchlichen Gremien.

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Erweitertes Studienangebot

Die Weiterentwicklung der Studiengänge ist eine permanente Herausforderung. Nebst dem klassischen Theologiestudium und der Ausbildung zum Religionspädagogen/zur Religionspädagogin hat die Theologische Fakultät in den letzten Jahren ihr Studienangebot ausgebaut.

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Master of Theology in Kirchenmusik

Seit der Schaffung dieses Masterstudienganges im Jahr 2008 stehen an der Fakultät Theologie und Musikwissenschaften in einem intensiven Austausch. Dabei bildet das Fach „Gregorianik“ mit seiner eigenen Assistenzprofessur einen besonderen Schwerpunkt.

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Master of Arts in Religionslehre

Dieser Masterstudiengang bereitet die Studierenden darauf vor, an einem Gymnasium das Fach Religionslehre zu unterrichten. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben mit dem eidgenössisch anerkannten Studienabschluss auch ein entsprechendes Lehrdiplom für Mittelschulen.

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Masterstudiengang Religion – Wirtschaft – Politik

Die einzigartige Zusammenarbeit mit den Universitäten von Basel, Zürich und Lausanne sowie dem Collegium Helveticum ermöglichte die Gründung des Forschungszentrums „Religion – Wirtschaft – Politik“ und die Schaffung eines neuen Masterstudienganges. Im Joint Degree Masterstudiengang wird die Wechselwirkung zwischen Religion, Wirtschaft und Politik untersucht.

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Theologisches Seminar Dritter Bildungsweg (DBW)

Auf Initiative der Schweizer Bischöfe entstanden, ermöglicht Theologie auf dem Dritten Bildungsweg Menschen ab 21 Jahren mit erlerntem Beruf ohne Maturitätsausweis den Zugang zum Theologiestudium und zum kirchlichen Dienst. Das Theologische Seminar Dritter Bildungsweg ist seit dem Studienjahr 1993/94 der Theologischen Fakultät der Universität Luzern angegliedert. Den Lehrkörper bilden ProfessorInnen der Theologischen Fakultät sowie externe Lehrbeauftragte. Getragen wird die Ausbildung vom Verein Katholische Seelsorgeausbildung Luzern (KSAL), dem alle deutschschweizerischen Bistümer und die Katholische Landeskirche Luzern angehören.

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Studierendenfreundlichkeit

Wer in Luzern Theologie studiert, darf auf eine umfassende administrative und fachliche Unterstützung und Beratung zählen.

Dank den Studienberatungen erfahren Studierende und am Studium Interessierte vom Erstkontakt bis zum erfolgreichen Abschluss des Studiums eine kompetente Beratung.

Der persönliche Kontakt zu den Professorinnen und Professoren ist dank einem optimalen Betreuungsverhältnis (Anzahl von Studierenden pro Lehrperson) gut möglich, was einen wichtigen Beitrag zu idealen Studienbedingungen leistet.

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Die Geschichte der Fakultät

Innenhof des ehem. Jesuitenkollegs, 
heute Regierungsgebäude des Kt. Luzern (Foto: Kt. Denkmalpflege)Innenhof des ehem. Jesuitenkollegs, heute Regierungsgebäude des Kt. Luzern (Foto: Kt. Denkmalpflege)

Die Wurzeln der Theologischen Fakultät reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Damit ist die Theologische Fakultät Luzern die älteste katholisch-theologische Lehr- und Forschungsinstitution in der Schweiz.

In den Jahren 1567/68 bemühten sich Persönlichkeiten aus Luzern um die Gründung einer Schule sowie die Entsendung von Jesuiten in die Leuchtenstadt. Der damalige Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Borromeo, hat die Luzerner Initiative massgeblich unterstützt.

Nachdem im Jahr 1574 Papst Gregor XIII. dem Luzerner Gesuch entsprochen hatte, reisten die ersten Jesuiten umgehend nach Luzern. Sie wurden zunächst im Hotel Schlüssel am Franziskanerplatz untergebracht, wo sie am 17. August 1574 den Schulbetrieb aufnahmen.

Im Stiftungsbrief vom 10. Mai 1577 verpflichtete sich die Stadt Luzern für den Unterhalt von 20 Ordensleuten aufzukommen, den Ritterschen Palast (das heutige Regierungsgebäude) als Kollegiatsgebäude zur Verfügung zu stellen sowie eine ansehnliche Kirche zu bauen.

Am 1. Juli 1600 wurde mit der Einführung von höheren Studien in Philosophie und Theologie das Fundament für die Hochschule gelegt. Zwischen 1666 und 1677 folgte der Bau der Jesuitenkirche.

Nachdem Papst Clemens XIV. im Jahr 1773 die Gesellschaft Jesu auflöste, wurde das Kolleg durch den Kanton Luzern übernommen; aus der kirchlichen Institution wurde eine staatliche. Der Unterricht wurde jedoch weiterhin von Geistlichen bestritten. Vakante Stellen wurden zunehmend mit Franziskanern, im 19. Jahrhundert dann auch mit Weltgeistlichen, ersetzt.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden Gymnasium und Theologische Fakultät getrennt. 1883 dislozierte die Theologische Abteilung in das vom Bistum Basel neu erstellte Priesterseminar unweit der Luzerner Hofkirche. 1910 folgte mit der Errichtung eines eigenen Rektorates auch die institutionelle Trennung.

Im April 1970 hat der Heilige Stuhl der Theologischen Fakultät das kirchliche Recht zuerkannt, akademische Grade zu verleihen (Lizentiat, Doktorat und Habilitation). Am 6. Mai 1970 hat der Luzerner Erziehungsrat die päpstliche Anerkennung bestätigt und der Theologischen Fakultät damit universitären Status verliehen.

1993 wurde aus dem Philosophischen Institut und den Lehrstühlen für Geschichte und Religionswissenschaft die Geisteswissenschaftliche Fakultät gebildet; es entstand eine universitäre Hochschule mit zwei Fakultäten. Diese Struktur blieb bestehen bis zur erfolgreichen Volksabstimmung über das Universitätsgesetz am 21. Mai 2000.

Seither ist die Theologische Fakultät nebst der Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Teil der jüngsten Schweizer Universität.

(Quellenangabe: Weitlauff, Manfred: Luzern, Theologische Fakultät, in: Theologische Realenzyklopädie; Sonderdruck; Band XXI; Berlin, New York 1991, S. 630–634.)

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