Navigation



Sie sind hier:

Hinweis des Monats - Januar 2007

Inhalt Neuerscheinung:

Urs Leo Gantenbein, Pia Holenstein Weidmann (Hrsg.),
Paracelsus. Der Komet im Hochgebirg von 1531. Ein Himmelszeichen aus St. Gallen für Zwingli,
Zürich 2006.
 
In St. Gallen und im Appenzellischen hielt sich 1531 bis 1533 der aus Einsiedeln stammende Arzt und Philosoph Theophrast Bombast von Hohenheim (1493-1541) auf, als Humanist bekannt unter dem Namen Paracelsus. Zuvor war er in Basel als Stadtarzt und Professor an der Universität aufgetreten, hatte sich jedoch mit dem eigenen Berufsstand überworfen. In der Ostschweiz praktizierte er erneut und arbeitete am großen "Opus Paramirum", in welchem er seine umfassende Lehre von den Krankheiten niederlegte. Im Jahr 1531, im Zeichen höchster politischer Anspannung in der Eidgenossenschaft, verfasste er drei Schriften zu erschreckenden Naturerscheinungen: zur Sichtung eines Kometen zwischen dem 15. und dem 25. August, zu einem Erdbeben Anfang des Monats Oktober und zu einem imposanten Regenbogen, der sich am Morgen des 28. Oktober in St. Gallen zeigte. Die "Ußlegung des Cometen erschynen im hochbyrg zu mitlem Augusten Anno 1531" wurde auf Vermittlung von Zwinglis Mitstreiter Leo Jud in Zürich gedruckt und in Umlauf gebracht. Paracelsus versucht darin, den Zusammenhang zwischen der aufgeladenen Atmosphäre am Vorabend des Ersten Kappeler Krieges und der Himmelserscheinung herzustellen.
Inhalt Die neue Edition enthält den ursprünglichen Druck als Faksimile, dazu eine parallele Leseübersetzung und eine kommentierte Übersetzung; der Text wird erschlossen durch vier historische Beiträge von Pia Holenstein Weidmann, Urs Leo Gantenbein, Michael Baumann und Rudolf Gamper.

Zur Erforschung des paracelsischen Erbes in der Schweiz siehe:
http://www.paracelsus-gesellschaft.ch/

Text: Markus Ries

Redaktion der Website:
Barbara Ulsamer
Letzte Aktualisierung: 20.12.2006
© Universität Luzern