Bachelor of Arts (BA) in Ökonomie
Im Herbstsemester 2009 startet ein neues Fach an der Universität Luzern: Ökonomie. Das Fach ist sozialwissenschaftlich ausgerichtet, Gegenstand von Ausbildung und Forschung sind die Beziehungen von Ökonomie mit anderen gesellschaftlichen Feldern wie Politik, Kultur und Institutionen – ein in der Schweiz einzigartiges Modell.ÖKONOMIE IN LUZERN
Ökonomie bildet eines der zentralen Felder gesellschaftlichen Handelns und Wirkens, das in fast alle Bereiche des sozialen, kulturellen und politischen Lebens ausstrahlt. Der Studiengang an der Universität Luzern widmet sich der Beschreibung und Analyse des ökonomischen Handelns in diesen Bereichen sowie den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt des Studiengangs stehen Fragen der Organisation, des Wandels und des Vergleichs wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Systeme. Wie wirken sich institutionelle Regeln und Gegebenheiten auf wirtschaftlichen Aktivitäten aus, wie interagieren sie mit anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und wie sollten Wirtschaftsordnung und Institutionen ausgestaltet sein?
Die umfassende Grundausbildung hat neben der theoretischen Analyse einen Schwerpunkt in der empirischen Überprüfung und Anwendung der ökonomischen Theorien. Weiter steht die ökonomische Analyse wichtiger Politikfelder und aussermarktlicher Prozesse im Vordergrund. Anwendungsfelder umfassen zum Beispiel die internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die ökonomische Analyse der Politik und des Rechts, Entwicklungszusammenarbeit und Fragen der Europäischen Integration.
Damit vermittelt dieses Fach breites Wissen all jenen, die allgemein politisch und ökonomisch interessiert sind, die aber zugleich eine konventionelle ökonomische Ausbildung für zu eng erachten. Der interdisziplinäre Charakter des Studiums bereitet auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Verwaltung und Unternehmen sowie nationalen und internationalen Organisationen im privaten und öffentlichen Bereich vor. Er bietet zudem eine gute Grundlage für weiterführende Studien in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.
Die Kombinationsmöglichkeiten von modernen Ansätzen in der Ökonomie mit anderen Sozialwissenschaften verschaffen eine breitere Perspektive, die diesen Studiengang von anderen unterscheidet. Er vermittelt die Fähigkeit, ökonomische Fragestellungen kompetent analysieren und beantworten zu können, ohne dabei einem „Tunnelblick“ zu verfallen und die allgemein gesellschaftspolitischen Zusammenhänge aus den Augen zu verlieren.
STUDIENZIELE
Am Ende des Bachelorstudiums sollen die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sein, fundiert und reflektiert Antworten auf wirtschaftspolitische Fragestellungen zu geben. Sie sind damit für das Übernehmen anspruchsvoller Tätigkeiten in Unternehmen und Verwaltung qualifiziert. Ausserdem haben sie die Basis für weitergehende Studien in nationalen und internationalen Masterprogrammen gelegt, die das Erlernte vertiefen.
Zu den Lehrveranstaltungen im Bachelorstudium gehören u. a.:
- Mikro- und Makroökonomik
- Ökonomische Analyse aussermarktlicher Prozesse
- Ökonomische Theorie der Politik (Politische Ökonomie)
- Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik
- Internationale Wirtschaftsbeziehungen
- Grundlagen der Europäischen Integration
- Einführung in die empirische Wirtschaftsforschung
Weitere Auskünfte:
Dekanat der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
L_hc__ulinu--fsk

