Postgraduate Programme (ProDoc) Text and Normativity
For the first time the University of Lucerne has the leadership in a postgraduate programme (ProDoc "Text and Normativity") funded by the Swiss National Science Foundation (SNF). Within the framework of this interdisciplinary project up to 10 (currently 6) doctoral candidates will work on their PhD thesis for 3 years.
Die Leiter des interfakultären Forschungsschwerpunkts der Universität Luzern TeNOR – Text und Normativität, die Professoren Enno Rudolph, Wolfgang Müller und Michele Luminati, und ihre Kollegin der Universität Bern Prof. Karénina Kollmar-Paulenz, sind stolz und erleichtert: Sie haben vom SNF Fördermittel in der Höhe von 1.1 Millionen eingeworben. Mit diesen Mitteln wird an der Universität Luzern ein dreijähriger Lehrgang eingerichtet, wo sechs junge Forscherinnen und Forscher aus dem In- und Ausland ihre Doktorarbeiten verfassen und zugleich fachlich interdisziplinär betreut werden sollen. Das neue Programm wurde massgeblich an der Universität Luzern entwickelt und ist deshalb auch hier beheimatet. Eine Kooperation besteht mit dem Institut für Religionswissenschaft der Universität Bern.ProDoc-Förderprogramme bestehen aus einem zentralen Ausbildungsmodul, dem mehrere Forschungsmodule angegliedert sind. Im Ausbildungsmodul werden den Doktorandinnen und Doktoranden wichtige Kompetenzen wie Präsentations- und wissenschaftliche Arbeitstechniken vermittelt. In Seminaren und Vorlesungszyklen vertiefen sie ihre Themen unter Beteiligung eingeladener auswärtiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und präsentieren die Ergebnisse ihrer Dissertationsprojekte. Das Ausbildungsmodul des neuen Luzerner ProDocs verzeichnet nicht weniger als 17 solcher Veranstaltungen. «Wichtig ist, dass Doktorierende gemeinsam an einer umfangreichen Thematik aus unterschiedlichen fachspezifischen Perspektiven arbeiten. Durch Verknüpfen und Übertragen von Analyseansätzen und Erkenntnissen entsteht ein Mehrgewinn», wie Prof. Luminati erläutert.
In den vier Forschungsmodulen, die unter der Leitung der erwähnten Luzerner Professoren und ihrer Berner Kollegin stehen, sind die Nachwuchsforschenden mit ihren jeweiligen Doktorarbeiten angeschlossen. Da das Luzerner ProDoc ein interdisziplinäres Unterfangen ist, entstammen die Forschungsmodule unterschiedlichen Disziplinen: Philosophie ist ebenso vertreten wie Theologie, Rechtswissenschaft oder vergleichende Religionswissenschaft und Zentralasiatische Kulturwissenschaft. Die Förderung durch den SNF erlaubt es auch hier, Forschungsbemühungen zu vernetzen, inter- und transdiziplinäre Synergien zu erzeugen und auch individuelle Problemlagen vor dem Hintergrund der eigenen, aber auch der Nachbardisziplinen zu diskutieren.
Mittelfristig soll die Zahl der Forschungsmodule sukzessive vergrössert werden. Mehrere Ergänzungsgesuche sind bereits in Planung. Drittmittel, d.h. finanzielle Zuschüsse aus Quellen wie Stiftungen oder Fonds, spielen dabei eine immer grössere Rolle. Auch das Luzerner ProDoc hofft, in absehbarer Zeit eine bis zwei Doktorandenstellen mit Mitteln aus dem privaten Sektor finanzieren zu können.
In den kommenden Wochen und Monaten werden nun die verschiedenen Doktorandenstellen sowie die Administrationsstelle ausgeschrieben und besetzt. Bereits mit Beginn des Frühlingssemesters 2010 wird das Luzerner Graduiertenkolleg seine Tätigkeit aufnehmen. Man darf gespannt sein.
