Navigation



Sie sind hier:

Corporate Design

Das Erscheinungsbild der Universität Luzern

  1. Einleitung
  2. Ausgangslage
  3. Leitsätze für die Universität Luzern
  4. Das neue Corporate Design
  5. Der Ideenwettbewerb
  6. Elemente des gewählten Logos

Einleitung

Zunehmende Bedeutung von Universitätskommunikation

Kommunikation ist heute eine selbstverständliche Aufgabe einer Universität und sie wird auch für WissenschaftlerInnen immer wichtiger. Die Gründe für die Bedeutung der internen und externen Kommunikation sind vielfältig.

  • Die Ergebnisse der Forschung wirken sich rasch in vielen Lebensbereichen der Bevölkerung aus und die Teilhabe am gesellschaftlichen Wissen wird als grundlegendes demokratisches Recht erachtet.
  • Die Nicht-Teilnahme an der öffentlichen Kommunikation kommt der öffentlichen Nicht-Existenz in der modernen Gesellschaft gleich.
  • Öffentliche Kommunikation dient auch der positiven Positionierung und Verankerung einer Universität bei den BürgerInnen. Es entsteht mehr Toleranz, Akzeptanz, Verständnis für höhere Bildung und Wissenschaft und damit eine höhere Zahlungsbereitschaft
  • Ein gutes Image/Renommee bewirkt Wettbewerbsvorteile bei Berufungen.
  • Mit einem guten Image/Renommee lassen sich die begabtesten Studierenden gewinnen.
  • Ein gutes Image/Renommee hilft, Aufträge und Finanzmittel von Dritten zu erhalten.
Ein wichtiger Aspekt für eine effiziente und wirkungsvolle Unternehmenskommunikation ist das Corporate Design. Deshalb hat die Universitätsleitung 2005 beschlossen, ein neues Corporate Design zu evaluieren. to top

Ausgangslage

Mängel des bisherigen Logos

Neben den zunehmenden Anforderungen an die Universitätskommunikation war auch die Erkenntnis, dass der bisherige visuelle Auftritt der Universität Luzern nicht mehr genügte, ein Grund für die Suche nach einem neuen Erscheinungsbild. Die Mängel des bisherigen Logos lassen sich wie folgt umschreiben:

  • Das Logo ist feingliedrig, ruhig, aber nicht prägnant, im Verbund mit anderen Logos geht es unter.
  • Die Wort-/Bildmarke wird oft mit Technik und Architektur assoziiert, was nicht der geistes- und gesellschaftswissenschaftlich orientierten Universität Luzern entspricht.
  • Bei den Universitätsangehörigen fehlt mehrheitlich die Identifikation mit dem bestehenden Logo.
  • Die Anwendung ist sehr komplex: Hauptfarbe, Fakultätsfarben, gerasterte Gesichter etc. erschweren eine Anwendung auf immer mehr Produkte.
  • In den letzten Jahren ist eine sehr heterogene Palette von Anwendungen entstanden, was einen einheitlichen Auftritt verunmöglicht.
  • Das Gesicht der Uni ist heute primär geprägt (sehr positiv) durch das Bild der Einzelteile / Fakultäten, es fehlt ein starkes Dach.

Das bisherige Logo und der Kürzel Unilu scheinen nicht geeignet, die Ziele der Uni Luzern genügend zu unterstützen. to top

Leitsätze für die Universität Luzern

Für die Evaluation eines neuen Corporate Designs konnte sich die Universitätsleitung auf das Leitbild und die Strategie abstützen. Um die Ausgangslage für die künftige Entwicklung und Positionierung der Universität Luzern zu klären, hat sie im Frühjahr 2006 konkrete Leitsätze für die Universität erarbeitet. Diese bildeten auch die Basis für die Auftragserteilung des künftigen Corporate Designs.

Die Universität Luzern steht für:

  • Kompetenz in Wissenschaften von Religion, Gesellschaft, Kultur und Recht
  • Lehre aus Forschung – in hoch stehender Qualität
  • Betreuung der Studierenden, die fördert und fordert
  • Effiziente Dienste – freundlich und flexibel
  • Hohe Ambitionen – sucht nationales und internationales Renommee
to top

Das neue Corporate Design

Anforderungen

Die Universität Luzern muss und will sich auf dem Schweizerischen Universitätsmarkt klar positionieren. Das Universitätslogo soll diese Positionierung unterstützen. Ziel des visuellen Neuauftritts muss deshalb eine eindeutige Identifikation der Universität Luzern sein, eine gute Wiedererkennbarkeit ermöglichen sowie das moderne, dynamische Image stärken. Das neue Corporate Design soll einen einheitlichen Auftritt nach innen und aussen ermöglichen und damit zur klaren Positionierung und Profilierung der Uni Luzern beitragen.

Das neue Corporate Design soll nach Möglichkeit folgende zentrale Aussagen kommunizieren:

Die Uni ist:

  • jung, hat aber Tradition
  • on the move, beweglich, innovativ, kreativ
  • offen, kommunikativ, persönlich
  • ambitioniert, anspruchsvoll
  • klein, überschaubar, kompakt
  • fokussiert, interdisziplinär
  • in Lozärn, am See, mit Kappelbrücke und KKL
to top

Der Ideenwettbewerb

Für das konkrete Vorgehen entschied man sich für einen Ideenwettbewerb mit Luzerner Agenturen. Zwei externe Experten, Dr. Hans Ueli Keller, Kommunikationsberater, und René R. Hürlimann, langjähriger Agenturleiter und BSW/SAWI-Präsident, wählten für die Universität drei Agenturen aus. Diese wurden zu einem Ideenwettbewerb eingeladen.

Agenturen:

Im Mai 2006 wurden die Agenturen Ottiger & Partner, Reussbühl/Luzern, Hellermeier, Emmenbrücke, Schmid, Riedmann & Partner, Luzern, von der Leiterin Kommunikation der Universität Luzern, Judith Lauber-Hemmig, und dem Kommunikationsberate, Dr. Hans Ueli Keller, kontaktiert und für die Aufgabe gebrieft. Die Agenturen bekamen den Auftrag, Logo-Entwürfe zu unterbreiten, die den folgenden Vorgaben entsprechen:

CD-Vorgaben für das neue Logo:

  • Formal soll es prägnant, klar, positiv geladen, einfach, durchsetzbar, akzeptiert und einfa­ch in der Anwend­ung sein.
  • Institutslogos sollten integrierbar sein.
  • Das Bild der Uni soll über den Fakultäten stehen, d.h. die Uni als Gesamtes prägt das Erscheinungsbild, die Fakultäten stellen sich als (wichtigen) Teil des Gesamt­en dar.
  • Inhaltlich soll es den definierten Leitsätzen und den vorgegebenen zentralen Aussagen Rechnung tragen.

Rechte, Verwendung:


  • Die Uni erwirbt alle Rechte an der neuen Wort-/Bild-Marke.
  • Sie soll die Möglichkeit haben, mit den entwickelten und verabschie­de­ten Formen und Vorlagen selbständig und ohne weitere Kosten weiter­arbeiten zu können.
  • Dabei soll sie auch mit weiteren Partnern, Agenturen zusammen­arbeit­en können.

Arbeitsgruppe Universität Luzern:


Am Evaluationsverfahren waren der Rektor und die Dekane, die Fakultätsmanager, der Verwaltungsdirektor und die Kommunikationsabteilung involviert. In der Schlussphase waren folgende Personen beteiligt: Rektor Prof. Rudolf Stichweh, die beiden Prorektoren Prof. Andreas Furrer und Prof. Jürg-Beat Ackermann, die Dekane Prof. Wolfgang Müller, Prof. Gaetano Romano und Prof. Jürg Schmid, die Fakultätsmanager Dr. Orlando Budelacci und Marcel Amrein, der Verwaltungsdirektor Franz Hupfer sowie die Leiterin Kommunikation, Judith Lauber-Hemmig und Maurus Bucher, Typograf.

Prozess:

Der Evaluationsprozess war mehrstufig und erstreckte sich über mehrere Monate. Eine Agentur hat durch ihre Entwürfe und Vorschläge am Schluss klar überzeugt und zum Ausscheiden der beiden anderen Agenturen geführt. Die Agentur Ottiger & Partner hat man mit der Realisierung des Universitätslogos betraut.

Vor die Wahl gestellt, zwischen einer reinen Wortmarke und einer Wort-/Bildmarke, sprach sich die Arbeitsgruppe in einem ersten Grundsatzentscheid für eine Wort-/Bildmarke aus, um eine gewisse „bildliche Repräsentation der intellektuellen Einheit der Universität zu erreichen“ (Stichweh). Die Suche nach einer solchen „bildlichen Repräsentation“ erwies sich in der Folge als eigentliche „Knacknuss“. Was verbindet Theologie, Geisteswissenschaften und Rechtswissenschaft? Welche Darstellungen eignen sich für eine Wort-/Bildmarke einer Universität? Welche Zeichen oder Symbole wecken keine unerwünschten Assoziationen? Die Lösungsworte hiessen „Netzwerk“, „Netzwerkstrukturen“, „Komplexität“ und die bildliche Umsetzung entstand aus der Synthese eines Logovorschlags der Agentur Ottiger & Partner und der bildnerischen Darstellung von Netzwerkstrukturen. to top

Elemente des gewählten Logos

1. Anspruch

  • Identitätsstiftende Einheit nach innen und aussen
  • Der intellektuellen Identität der Universität entsprechen
  • Stärkung der „Dachmarke“ Universität Luzern
  • Vereinheitlichung des Auftritts
  • Modernität und Tradition vermitteln
  • Einprägsam
  • Gute Wiedererkennbarkeit


2. Inhaltliches Konzept

  • Grundentwurf mit homogener Fläche
    „Die grossflächige und auffällige Farbgebung ist ein Blickfang. Das Logo wirkt kraftvoll, dynamisch, modern und hat Signalwirkung. Es symbolisiert die Universität als Treffpunkt unterschiedlicher Menschen und Fakultäten und wirkt dadurch anziehend. Die geometrische Form des Quadrates betont jedoch eine klare Einheit. Insgesamt kommt die Einzigartigkeit der Universität Luzern besonders stark zum Ausdruck.“ (Ottiger)
  • Weiterentwicklung mit Netzwerkstruktur
    „Durch die Vielzahl an weissen, sich kreuzenden Linien wird die interdisziplinäre Vernetzung dargestellt. Das Logo gewinnt an Dynamik. Die Linien gehen an den Rändern in den Weissraum der Umgebung über, wodurch eine Offenheit entsteht, die eine Universität auszeichnet.“ (Ottiger)


3. Bildkonzept

  • Ist noch zu definieren. Grundsätzlich sollen authentische Bildwelten der Universität Luzern mit einem professionellen Fotografen für die Printprodukte geschaffen werden.


4. Typografisches Konzept

  • Serifenschrift Minion (wurde 1990 von Robert Slimbach entworfen): Sie steht für Tradition und Seriosität
  • Laufschrift Drucksachen noch offen
  • Laufschrift Arial: Sie ist allen zugänglich


5. Farbkonzept

  • Hauptfarbe: Magenta wirkt frisch, ist prägnant
  • Keine Fakultätsfarben mehr


6. Ausstrahlung

  • Das Logo bildet eine in sich geschlossene Einheit. Es hat die Ausstrahlungskraft eines prägenden Markensignals, das Klarheit, Ordnung, Präzision und hohe Qualität vermittelt. Die klassisch wirkende Serifenschrift Minion steht für die lange Tradition und für Seriosität der Universität Luzern, die modern und frisch anmutende Farbe Magenta erzeugt einen jugendlichen, modernen Effekt und die weissen Striche verweisen auf das alle Wissenschaften, die Welt und die Gesellschaft verbindende Element der Netzwerkstrukturen. Form und Inhalt bilden somit eine starke Einheit.
to top