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Master of Arts (MA) in „Vergleichender Medienwissenschaft“

Das MA-Programm „Vergleichende Medienwissenschaft“ ist als interdisziplinäres Kooperationsprojekt konzipiert. Das Programm wird organisatorisch vom Soziologischen Seminar der Universität Luzern betreut.

Im Rahmen des Integrierte Studiengangs "Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften" werden auf Master-Stufe spezialisierende Masterprogramme angeboten, die der Vertiefung thematischer Schwerpunkte dienen. Dieses Studienangebot richtet sich insbesondere an Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaften. Zulassungsvoraussetzung zum Masterstudium ist ein Bachelorabschluss oder ein äquivalenter Abschluss.

Die Masterstufe des Studiengangs in „Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften“ wird in drei Ausrichtungen angeboten.

Master of Arts (MA) Vergleichende Medienwissenschaft des Studiengangs in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften; MA “Comparative Media Research” in Social and Communication Sciences

Master of Arts (MA) in Organisation und Wissen des Studiengangs in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften; MA “Organization and Knowledge” in Social and Communication Sciences

Master of Arts (MA) in Weltgesellschaft und Weltpolitik des Studiengangs in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften; MA “Global Society and Global Governance” in Social and Communication Sciences

Das Masterstudium umfasst 120 Credit Points gemäss ECTS. Ein Credit Point entspricht einer durchschnittlichen Arbeitsleistung von 25-30 Stunden. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester (2 Jahre). Ein Studium in Teilzeit ist möglich.

Die drei MA-Programme sind interdisziplinär angelegt, wobei insbesondere soziologische, politikwissenschaftliche und historische Akzente gesetzt werden.

Didaktisch stehen forschungsnahe und interaktive Lehrformen im Vordergrund (Seminare, Forschungskolloquien, Forschungsarbeiten, Praxisarbeit, Masterarbeiten). Von den Studierenden wird die Fähigkeit erwartet, eigene Studienschwerpunkte zu entwickeln und - in Auseinandersetzung mit den Mitstudierenden und den Lehrenden - zu gestalten.

Inhaltlich wird die Entwicklung sachlicher Kompetenz entlang der thematischen Schwerpunkte des jeweiligen Programms gefördert. Dazu zählen auch forschungsnah erarbeitetes Wissen, das im Hinblick auf anspruchsvolle Berufsprofile von eminenter Bedeutung sind: die Fähigkeit, offene, unstrukturierte Situationen selbständig zu gestalten sowie die Kompetenz zur kritischen Evaluation von Handlungsalternativen - auf der Grundlage eigenständiger Forschungsarbeit unter Nutzung aller professioneller Recherchetechniken der modernen Wissensgesellschaft.


Medienvergleich als Leitlinie des Programms

Das MA-Programm „Vergleichende Medienwissenschaft“ orientiert sich entlang des Leitgesichtspunktes des Medienvergleichs: in diachroner wie auch in synchroner Hinsicht. Diachron stehen die Themen der langfristigen Evolution von Medien, also medienhistorische wie auch medienanthropologische Themen im Vordergrund: von der primären Oralität schriftloser Gesellschaften und der Schriftrevolution über die Entwicklung des Buchdrucks hin zu den elektronischen Medien und dem Computer wird Medienvergleich als Mittel verstanden, „Zivilisationsgeschichte als Mediengeschichte“ zu betreiben – und die Analyse der „kommunikationstechnischen Revolutionen der Menschheitsgeschichte“, also Medienevolution und Medieninnovation, als Mittel zum besseren Verständnis der Gegenwartsgesellschaft einzusetzen. In synchroner Hinsicht geht es um die vergleichende Erforschung jener Mediengesamtkonstellation, die die moderne (Welt)Gesellschaft prägt. Der Medienvergleich soll also nicht nur, wie weithin üblich, die verschiedenen Verbreitungsmedien der Kommunikation einbeziehen (etwa: Schrift, Druck, Zeitungswesen, Film, Neue Medien, etc.). Es soll vielmehr auch um die Unterscheidung von Wahrnehmungsmedien und Kommunikationsmedien gehen, die eine wesentliche Voraussetzung für reichhaltigere Analysen im Bereich der Bildkommunikation bzw. der visuellen Kommunikation ist. Und nicht zuletzt werden in einer Erweiterung, die nur von den Analysemöglichkeiten der Soziologie aus zugänglich ist, die symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien wie Geld, Macht, Liebe, Wahrheit und Einfluss in den medienwissenschaftlichen Vergleich einbezogen. Dies im Anschluss an aktuelle gesellschaftstheoretische und methodische Orientierungen der modernen Sozial- und Kulturwissenschaften.

Weitere Informationen

L_hc__ulinu--reztark__ardnaxela (Sekretariat sozsem)