REGIE - Religion und gesellschaftliche Integration in Europa
Teilprojekt 2: Religion going public – Immigration, Sakralbauten und öffentlicher Raum
von Prof. Dr. Martin Baumann
Das Teilprojekt widmet sich dem Verhältnis von Religion, öffentlichem Raum und modernem Staat anhand der Analyse gesellschaftlicher Kontroversen um neue repräsentative Sakralbauten, errichtet von Minderheitsreligionen. Widerstände gegen Bauvorhaben, etwa Minarette, Moscheen, «fremd» erscheinende Kirchen oder andere Religionsgebäude zu errichten, verdeutlichen die Mobilisierungsfähigkeit der Mehrheitsgesellschaft zur Verteidigung des Überkommenen und status quo. Der öffentliche Raum erweist sich als normiertes und verteidigtes Terrain, was erst in Prozessen anstehender Neubesetzung und Forderung nach Teilhabe offenkundig wird.
Leitende These des Teilprojektes ist, dass öffentliche Sakralbauten für die zumeist zugewanderten Minderheitsreligionen nicht nur wichtige identitätsstiftende, repräsentative und standardisierende Funktionen einnehmen. Vielmehr kommen den Immigrantenreligionen als öffentliche Religion wichtige gesellschaftliche Vermittlungs- und Integrationsleistungen für die Immigranten und Zuwanderergruppierungen zu. Diese Religionen haben bewusst den privaten und traditionsbegrenzten Raum verlassen und entwickeln sich durch die öffentliche Sichtbarkeit in Richtung public religions (Casanova).
Zielsetzung des Teilprojektes ist zu untersuchen, ob migrierte Religionen als public religions in stärkerer Weise integrations- und adaptionsaffirmativ sind als private religions in den öffentlich nicht wahrgenommenen Sakralstätten (‚Hinterhofmoscheen’, Kellertempel).
Weiterführende Literatur:
Baumann Martin , "Temples , cupolas, minarets: Public space as contested terrain in contemporary Switzerland ", in: RELIGIO: Revue pro religionistiku, 4, 2009.
Baumann, Martin , Tunger-Zanetti, Andreas, "Streit um Symbole im öffentlichen Raum. Bauten "fremder" Religionsgemeinschaften in der Schweiz", gemeinsam mit Andreas Tunger-Zanetti, in: Neue Zürcher Zeitung, 01. Oktober 2009, S. 13.
Knott, Kim, The Location of Religion: A Spatial Analysis, Equinox Pub. 2005.
Lerner. Scott, "The Narrating Architecture of Emancipation", in: Jewish Social Studies, 6, 2000, 1-30.
Picard, Jacques, Epstein, Ron, "Synagogen – zwischen religiöser Funktion und räumlicher Inszenierung". Kunst und Architektur in der Schweiz, 56, 2, 2005, S. 6-13.
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Leitende These des Teilprojektes ist, dass öffentliche Sakralbauten für die zumeist zugewanderten Minderheitsreligionen nicht nur wichtige identitätsstiftende, repräsentative und standardisierende Funktionen einnehmen. Vielmehr kommen den Immigrantenreligionen als öffentliche Religion wichtige gesellschaftliche Vermittlungs- und Integrationsleistungen für die Immigranten und Zuwanderergruppierungen zu. Diese Religionen haben bewusst den privaten und traditionsbegrenzten Raum verlassen und entwickeln sich durch die öffentliche Sichtbarkeit in Richtung public religions (Casanova).
Zielsetzung des Teilprojektes ist zu untersuchen, ob migrierte Religionen als public religions in stärkerer Weise integrations- und adaptionsaffirmativ sind als private religions in den öffentlich nicht wahrgenommenen Sakralstätten (‚Hinterhofmoscheen’, Kellertempel).
Weiterführende Literatur:
Baumann, Martin , Tunger-Zanetti, Andreas, "Streit um Symbole im öffentlichen Raum. Bauten "fremder" Religionsgemeinschaften in der Schweiz", gemeinsam mit Andreas Tunger-Zanetti, in: Neue Zürcher Zeitung, 01. Oktober 2009, S. 13.
Knott, Kim, The Location of Religion: A Spatial Analysis, Equinox Pub. 2005.
Lerner. Scott, "The Narrating Architecture of Emancipation", in: Jewish Social Studies, 6, 2000, 1-30.
Picard, Jacques, Epstein, Ron, "Synagogen – zwischen religiöser Funktion und räumlicher Inszenierung". Kunst und Architektur in der Schweiz, 56, 2, 2005, S. 6-13.
