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Hinweis des Monats - Juni 2007

Der Antichrist als Spielzeug des Teufels, Luca Signorelli, Dom in Orvieto Der Antichrist als Spielzeug des Teufels, Luca Signorelli, Dom in Orvieto INTERNATIONALES SYMPOSIUM
UNIVERSITÄT FREIBURG SCHWEIZ

DER ANTICHRIST
Zur Wirkungsgeschichte eines apokalyptischen Motivs in Judentum, Christentum und Islam

14.-15. Juni 2007
Universität Freiburg Schweiz

Organisation/Leitung:
Mariano Delgado (Universität Freiburg)
Volker Leppin (Universität Jena)

Träger:
Schweizerischer Nationalfonds für die wissenschaftliche Forschung
Interdisziplinäres Programm “Katholische Studien”
unter der Schirmherrschaft des Hochschulrates der Universität Freiburg
Rektorat der Universität Freiburg
Dekanat der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg
De origine Monachorum / De Origine Antichristi, Holzschnitt, 1551; Der Teufel gebiert Mönche, zerstampft sie in einem Mörser und formt daraus den Papst als den Antichrist, d.h. den Widersacher Christi. De origine Monachorum / De Origine Antichristi, Holzschnitt, 1551; Der Teufel gebiert Mönche, zerstampft sie in einem Mörser und formt daraus den Papst als den Antichrist, d.h. den Widersacher Christi. Zum Symposium
Der Antichrist ist einer der zentralen Bestandteile christlicher, aber auch jüdischer und islamischer Eschatologie. In jüngster Zeit hat er in halbsäkularisierter Form durch die Vorstellung eines „clash of cultures” neue Aktualität gewonnen und wird zu einer Chiffre, in der sich eine Definition der eigenen Zeit als Zeit der Entscheidungsschlacht mit der Vorstellung einer grundsätzlichen Entgegensetzung anderer, vor allem muslimisch geprägter Kulturkreise gegen den westlichen verbinden. Dieser aktuelle Gebrauch stellt theologische und religionswissenschaftliche Forschung vor die Herausforderung, die Tiefenstrukturen dieses Konzeptes in historischer und systematischer Perspektive auszuloten, die seine Adaption in unterschiedlichen Kontexten möglich machen und immer wieder möglich gemacht haben.
Das Symposium Historische Durchblicke strebt einen historischen Durchgang durch die entscheidenden Etappen der Entwicklung des Antichristkonzeptes an. Dabei werden
zwei Schwerpunkte gesetzt: (1) die Formierungsphase des Konzeptes einerseits, (2) die historische Entfaltungs- und Anwendungsphase andererseits. Über die bloße inhaltliche
Erfassung hinaus soll die jeweilige funktionale Einbindung des Konzeptes in Religion und Gesellschaft erkennbar werden, um so die Faktoren seiner Wandelbarkeit in den Blick zu bekommen und zugleich schon durch die historische Analyse eine kritische Perspektive auf Anwendungen in der Gegenwart zu ermöglichen. Um diese breite methodische
Perspektive zu ermöglichen, sind neben Kirchenhistorikern auch Allgemeinhistoriker sowie Theologen, Judaisten und Islamwissenschaftler für Vorträge eingeladen worden.

Weitere Hinweise und das genaue Programm des Symposiums finden Sie unter http://www.unifr.ch/skg/pdf/2007/antichrist.pdf

Quelle dieser Texte und Angaben: http://www.unifr.ch/skg/pdf/2007/antichrist.pdf


Redaktion der Website:
Barbara Ulsamer
Letzte Aktualisierung: 01.06.2007
© Universität Luzern