Die drei Module des MA „Weltgesellschaft und Weltpolitik“
Das integrierte Master-Studienprogramm „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ setzt sich zusammen aus dem Modul Weltgesellschaft, dem Modul Weltpolitik und dem Forschung-Praxis-Methoden Modul.
Das Modul Weltgesellschaft
Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination der beteiligten sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesellschaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Vernetzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die Konfliktlinien der Weltgesellschaft behandelt sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung.
Das Modul Weltpolitik
Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Es setzt seinen Schwerpunkt auf die globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regionalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf die Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteure sowie auf die Inhalte der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst die rechtlichen Aspekte zunehmender internationaler Institutionalisierung mit ein.
Das empirische Modul Forschung-Praxis-Methoden
Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln und zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Forschungs-Praxis-Modul zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessender Auswertung. Ein Praktikum kann in Forschungsprojekten (an der Universität Luzern oder andernorts), in Verbänden und Parteien, in öffentlichen (internationalen) Organisationen, in der Wirtschaft oder in Non-Profit-Organisationen (zum Beispiel NGOs) auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene absolviert werden. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven.


