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Pastoraltheologie

Herzlich willkommen bei der Professur für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern.

Was ist Pastoraltheologie?

Pastoraltheologie versteht sich heute von den Anliegen des II. Vatikanischen Konzils, vor allen von der Pastoralkonstitution Gaudium et spes her. Sie geht von den Erfahrungen, dem Handeln, Leiden und Deuten und dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen aus. Ihre Wahrnehmung ist von der Option für die Bedrängten getragen. Sie hat das Ziel, an der Gestaltung einer heilvollen Welt mitzuarbeiten:
  • Es geht um die Rettung der menschlichen Person,
  • Es geht um den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft. (GS 3)

Als wissenschaftliche Disziplin versteht sich Pastoraltheologie als Theorie der Praxis. Sie hat zwei zentrale Aufgabenbereiche:

  • die Erhebung und Reflexion der Praxis mit wissenschaftlichen Methoden
  • die Entwicklung von Konzepten zur Unterstützung der Praxis.

Beide Bereiche hängen eng miteinander zusammen: Die Unterstützung der Praxis setzt ihre wissenschaftliche Erforschung und Analyse voraus, und die Erforschung der Praxis steht in der Verantwortung ihrer heilvollen Veränderung. Die Konzepte erarbeitet die Pastoraltheologie im Dialog mit anderen Humanwissenschaften sowie in Zusammenarbeit mit Berufspraktikerinnen und Berufspraktikern, die bereits innovatorische Konzepte erprobt haben und um die Praktikabilität von Konzepten wissen.

In ihrer theoretischen Arbeit steht die Pastoraltheologie in einem engen Dialog mit andern theologischen und humanwissenschaftlichen Disziplinen. Sie stellt diesen theologische Gegenwartsanalysen zur Verfügung, zugleich rezipiert sie von anderen theologischen Disziplinen theologische Erkenntnisse und arbeitet mit allen Disziplinen zusammen an den Fragen der Bewältigung der Zukunft und der Definition der Wirklichkeit.