Studieninhalte
- Philosophie
- Kirchengeschichte
- Altes Testament
- Judaistik
- Neues Testament
- Fundamentaltheologie
- Dogmatik
- Theologische Ethik/Sozialethik
- Pastoraltheologie
- Liturgiewissenschaft
- Homiletik
- Soziologie
- Theologie und Literatur
- Christentum und Weltreligionen
- Lebendige Quellen - Christliche Spiritualität im Alltag und im kirchlichen Beruf
- Oekumenische Theologie
Philosophie
Ziel und Inhalt der Philosophielehrveranstaltung ist es, mit Grundbegriffen der Philosophie und mit philosophiehistorischen Kenntnissen vertraut zu machen. Die Lehrveranstaltung wird 2-stündig jeweils im Wintersemester durchgeführt.Dabei liegt der eine Schwerpunkt
a) auf der Philosophiegeschichte, der andere
b) auf der philosophischen Ethik.
Der historische Überblick soll insbesondere die Vorsokratiker, Platon, Aristoteles, das Mittelalter, Descartes und Kant berücksichtigen und einen Ausblick auf die Gegenwart geben. Darüber hinaus wird eine systematische Einführung angestrebt, die Gewicht auf den Begriff der Philosophie, der Wahrheit, des Seins und des Guten legt. nach oben
Kirchengeschichte
StudienzieleStudierende
- verfügen zur Geschichte des Christentums in der Antike, im Mittelalter und in der Neuzeit zu mehreren Themen über ein Überblickswissen auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion;
- sind in der Lage, biblische, systematische und praktische Themen in kirchengeschichtlichen Kontexte einzuordnen,
- haben ein differenziertes Verständnis für die historische Verankerung aktueller Lehre und Praxis sowie zugehöriger Strukturen und mentalitäten entwickelt,
- sind in der Lage, Fragen aktueller kirchlicher Praxis in historischer Perspektive zu beurteilen.
Im Studiengang DBW werden in über zwei Semester insgesamt rund 20 grundlegende Kapitel der alten, der mittelalterlichen und neuzeitlichen Kirchengeschichte diskutiert. Es handelt sich um Vorgänge, deren Wirkungen bis in die Gegenwart greifbar sind und die ein vertieftes Verständnis theologischer Fragen ermöglichen. Der Zugang zu den entsprechenden Fragestellungen erfolgt aus der Perspektive der Institution- und Personengeschichte, aber auch der Sozial- und Mentalitätsgeschichte, der Kulturgeschichte, der Frömmigkeits- und der Gender-Geschichte. nach oben
Altes Testament
StudienzieleVertiefung der bisherigen Kenntnisse im Fachbereich AT und Umwelt des AT
- Auseinandersetzung mit Vorbehalten gegenüber dem AT
- Reflexion über das AT als Bezugsgrösse des NT und Korrektiv
- Text und Kommunikation: Wem dient der Text und wem dient die Auslegung? Thematische Exegese zu Schwerpunkten, die im Basisstudium (KIL/TKL) noch nicht ausführlich behandelt wurden
Umfang: Lehrveranstaltungen durch 4 Semester zweistündig
Zyklus A: Weisheit im Alten Orient (Ma´at in Aegypten) und in Israel (Sprüche, Kohelet, Weisheit Salomos, Jesus Sirach).
Ausgewählte erzählende Überlieferungen ausserhalb des Pentateuchs (hauptsächlich deuternomistische und chronistische Traditionen; mit vielfältigen Auslegungsbeispielen aus der Wirkungsgeschichte der Texte).
Zyklus B: Israel in der Auseinandersetzung mit dem Hellenismus im Lichte von Daniel und 1/2 Makkabäer. Was macht den biblischen Propheten aus? Exempel aus der Schriftprophetie der assyrischen und babylonisch/persischen Zeit. nach oben
Neues Testament
Studienziel- Vertiefung der bisherigen Kenntnisse im Fachbereich NT
- Reflexion über die Bedeutung von Auslegung und Lektüre des NT
- Grundkenntnisse über das gesamte neutestamentliche Schrifttum
- Thematisch orientierte Exegese als exemplarischer Zugang zur argumentierenden Verwendung des NT (unter Berücksichtigung liturgisch oder theologisch bedeutender Perkopen bzw. Themen).
Zyklus A: Methodisch orientierte Lektüre ntl. Texte; dabei Einübung der wichtigsten synchronen Methodenschritte; Durchführung des synopt. Vergleichs; Darstellung des Weges wissenschaftl. Schriftauslegung zu Erschliessung des eigenen methodischen Zugangs zu biblischen Texten.
Frage der Pseudepigraphie: Begründung der antiken und urkirchlichen Praxis; Überblick über die nachpaulinische Literatur; Lektüre einer pseudepigraphischen Schrift (Kol, Eph, 2 Thess).
Vertiefung der Kenntnisse der paulinischen Literatur; Überblick über paulinische Schriften. Darstellung paulinischer Grundthemen, schriftenübergreifend.
Zyklus B: Seminar zu Grundfragen heutiger Theologie; Vorschlag: Kirche (und Kirchenstruktur) im NT; Nachfolge Jesu und Lebensstand
Lektüre der Spätschriften des NT (eventuell mehrere in Ausschnitten): Hebr, Katholische Briefe, Offb. nach oben
Fundamentaltheologie
StudienzielVertiefung der bisherigen Kenntnisse in Fth anhand zweier exemplarischer Fth-Fragestellungen, erstens der Frage nach Religion, zweitens der Thematik der Jesusgeschichten. Die Fundamentaltheologie soll dabei als ein interdisziplinär orientiertes Unternehmen vorgestellt werden, das im Gespräch mit sozialwissenschaftlichen und philosophischen Theorien den christlichen Glauben heute kommunikationsfähig zu machen sucht und als eine nachvollziehbare sowie argumentativ überzeugende Antwort auf gegenwärtige Herausforderungen aufzeigt.
Inhalte
Im WiSe der beiden Studienjahre jeweils eine zweistündige Veranstaltung, welche Vorlesung und Kolloquium verbindet.
Zyklus A: Überblick über heutige Zugänge zur Religionsthematik mit den Schwerpunkten:
- Was ist das eigentlich: Religion (Begriff und Gestaltung)
- Wozu dient Religion? (zentrale Positionen der Religionskritik)
- Wo geschieht Religion heute? (heutige Ausformungen)
- Wie geschieht Religion? (gegenwärtige sozialwissenschaftliche und theologische Religionstheorien)
- Geschichte und Geschichten
- Der Rahmen der Geschichte Jesu
- Jesu Geschichten
- Jesusgeschichten
- Jesu Geschichte als Gottesgeschichte
- Jesu Geschichte geht weiter
Dogmatik
StudienzielDas Fach Dogmatik als wissenschaftliche Reflexion der Glaubensaussagen wird ausgehend von zwei Traktaten exemplarisch dargestellt und zugleich soll die Methode des Faches vermittelt werden. Die Thematik des Traktates "Eschatologie" wird in Seminarform dargeboten.
Inhalt
Die Welt: Chaos, Zufall oder Schöpfung? (Schöpfungslehre):
- Hermeneutische Vorfragen zum Verständnis von Welt
- Verständnis von Schöpfung in anderen Religionen
- Theologischer Begirff "Schöpfung"
- Biblischer Schöpfungsglauben
- Theologische Modelle von Schöpfung
- Schöpfung als Gabe
- Die Frage nach Leid
- Der Mensch in der Schöpfung
- Die Welt und das Ende
- Hermeneutische Vorfragen
- Die Rede von Gott, Gott in Theologie, Philosophie, Mystik
- Die Rede von Gott in beiden Testamenten
- Alte und neue Wege zu Gott
- Geschichte und Inhalt des kirchlichen Trinitätsglaubens
- Jesus der Christus
- Dogmengeschichtliche Entwicklung der Christologie
- Neuere christologische Ansätze
Theologische Ethik/Sozialethik
Studienzielen und -inhaltenAufgrund der vergangenen Erfahrungen mit Absolventen des DBW, in deren Vorbildung vornehmlich individualethische Probleme thematisiert wurden, ist der Schwerpunk des Faches Theologische Ethik auf die Sozialethik verlegt worden. Während die Individualethik nach der Verantwortung von Individuen und Gruppen gegenüber sich selbst und den Mitmenschen innerhalb der vorgegebenen gesellschaftlichen und staatlichen Ordnungen fragt und darin stark mit der ethischen Beurteilung von Handlungen befasst ist (z.B. Sexualmoral, medizinische Ethik), fragt die Sozialethik nach der Gerechtigkeit von gesellschaftlichen und insbesondere staatlichen (rechtlichen) Ordnungen als national, international oder universal geltender Rahmenordnung für das gute Leben (womit sich die Individualethik befasst). Es geht darum, dass die Absolventen des DBW den Unterschied wie den Zusammenhang zwischen Individual- und Sozialethik erfassen.
Innerhalb der (theologischen) Sozialethik ist ein Schwerpunkt die Kenntnis der Entstehung, der Entwicklung, der Eigenart und der wichtigsten Anliegen der Katholischen Soziallehre, in deren Kontext auch sozialethische Bereiche wie Wirtschafts- und Unternehmensethik, Entwicklungspolitik, Friedensethik und Menschenrechte angeschnitten werden. (Umfang: 2 SemesterWochenStunden)
Ein anderer Schwerpunkt behandelt Fragen der Bioethik (Umweltethik, Tierethik; medizinische Fragen). Die Absolventinnen und Absolventen des DBW sollen einerseits (sozial)ethische Fragestellungen und Diskussionen erfassen und etwas analysieren können, anderseits in der Lage sein, im Blick auf Prinzipien und Kriterien begründet eine ethische Position beziehen zu können, wobei immer auch die Frage ansteht, ob und in welcher Weise auch der christliche Glaube bei der Wahrnehmung der Probleme wie ihrer Lösung relevant sein kann. Ein besondres Anliegen ist die Gesprächsfähigkeit innerhalb des gesellschaftlichen ethischen Diskurses.
(Umfang: 2 SemesterWochenStunden) nach oben
Pastoraltheologie
a) SakramentenpastoralStudienziele
Die Lehrveranstaltung will zu einem praktisch-theologischen Verständnis der Sakramente hinführen und zu einer pastoral-praktischen Kompetenz zur Vorbereitung und Feier der Sakramente befähigen.
Dies geschieht im Rahmen einer Konzeption von Praktischer Theologie, die wichtige Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils aufnimmt:
- Die Option für die Armen und Bedrängten aller Art (GS 1)
- Den Methodischen Dreischritt von Sehen - Urteilen - Handeln (GS 3,4)
- Das Reich Gottes als Grund und Bestimmung der Kirche (LG 3,5,9; GS 4)
Die Refexion der Pastoral der einzelnen Sakramente geht von einer Beschreibung der gegenwärtigen Situation aus und erinnert an Grundlinien der Geschichte des Verständnisses und Pastoral des Sakraments.
Das praktisch-theologische Verständnis der Sakramente
- zeigt deren "individual-, christentums- und gesellschaftsgeschichtliche" (Rudolf Englert) Implikationenen und Dimensionen auf
- begreift sie als "Feiern der historischen Praxis im Herrn" (Francisco Taborda), die aus der Praxis kommen und zur Nachfolgepraxis führen
- sieht in Ihnen prophetische Symbole des Reiches Gottes, d.h. "antizipierend vermittelnde Zeichen wahren, heilen Lebens, die so zugleich die kritische Funktion haben, das Unwahre und Nicht-Heile am konkreten geschichtlichen Leben aufzuzeigen" (Franz Schupp).
Vor diesem Hintergrund werden schwerpunktmässig wichtige sakramentenpastorale Probleme erörtert und Wege einer sowohl situationsgerechten wie evangeliumsgemässen Pastoral der einzelnen Sakramente aufgezeigt.
b) Genderkompetenz in der Seelsorge
Vertieftes Wissen über die Lebensbedingungen von Männern und Frauen sensibilisiert für deren Lebensrealität in Kirche und Gesellschaft. Die theoretische und persönliche Auseinandersetzung mit der Geschlechterfrage verbreitert die berufliche Kompetenz, um in verschiedenen Bereichen der Pastoral sowohl hilfreich zu differenzieren, als auch geschlechtergerecht zu handeln.
Folgende Themenschwerpunkte werden behandelt:
- Geschlecht und Sozialisation – eigene Genderbiografie
- biologisches und soziales Geschlecht
- Frauen- und Männerrollen im Wandel
- Frauen- und Männerforschung und Theologie
- Familienwelten und Geschlechterpolitik
- Frauen, Männer und Kirche
- Mädchen- und Frauenarbeit, Männer- und Bubenarbeit
- Geschlechtersensible Sichtweise und geschlechtergerechtes Handeln in pastoralen Arbeitsfeldern
Homiletik
Studienziele
Die Studierenden lernen
a) Vorlesung (7 Doppelstunden im Herbstsemester)
Soziologie
StudienzieleIn dieser Lehrveranstaltung geht es darum, ausgewählte Denk- und Theorieansätze, die für das soziologische Denken der Gegenwart zentral sind, kennenzulernen und bezüglich ihrer Tauglichkeit für eine (theologische) Praxis zu analysieren, zu diskutieren und zu reflektieren. Neben basalen Konzepten des Mikro-Bereiches (Handeln, Normen, Kommunikation, Rollen) und des Makro-Bereiches (Macht, Herrschaft, Ordnung) werden ausgewählte sozialwissenschaftliche Konzepte und Ansätze, die für das Handeln in für die Theologie typischen Praxisfeldern (Organisationen, Gemeinden, Schulen usw.) bedeutsam sind, behandelt (soziale Ungleichheit, sozialer Konflikt, sozialer Wandel). Deutlich werden soll dabei, dass es sinnvoll sein kann, sein eigenes Handeln sowie die Reaktionen der anderen unter der Perspektive des Generellen (und weniger unter des des Individuellen) zu verstehen.
Inhalte
- Zu den Grundzügen soziologischen Denkens
- Ausgewählte soziologische Konzepte der Mikro-Ebene: Soziales Handeln; Soziale Norm; Kommunikation; Interaktion; Soziale Rolle; Rollenkonflikt.
- Ausgewählte soziologische Konzepte der Makro-Ebene: Macht; Prozesse der Machtbildung; Herrschaft.
- Ausgewählte Grundfragen der Soziologie und deren praktische Bedeutung: Sozialer Wandel; Wertwandel; Soziale Ungleichheit; Sozialer Konflikt.
Theologie und Literatur
StudienzielVielen Zeitgenossen ist die überkommene Sprache kirchlicher Verkündigung, der Predigt, Liturgie und des Gebetes eine Fremdsprache geworden, in der sie ihr Leben nicht mehr unterbringen. Auf der Suche nach einer authentischen und zeitgemässen Glaubenssprache kann Literatur eine Brücke sein zu neuer Wahrnehmungsfähigkeit, Zeitgenossenschaft und vor allem Sprachsensibilität. Die grossen Themen der Theologie werden in dieser Lehrveranstaltung (jeweils über ein Studienjahr 14täglich à 3 Stunden) im Spiegel ausgewählter Texte zeitgenössischer Literatur behandelt.
Inhalte
- Warum sich die theologische Auseinandersetzung mit der Spracharbeit zeitgenössischer Schriftsteller lohnt: Wahrnehmungsschärfung, Sprachsensibilisierung, Wirklichkeitsgewinn
- Zum Verständnis religiöser Sprache: die drei Sprachformen der Religion (Erzählen und Dichten; Bekennen und Beten; Denken und Reflektieren); die Anrededimension bildhaft-metaphorischer Sprache; die Grenze alles Sag- und Benennbaren
- Wie beten die Poeten? Alte und neue Psalmen; Klage und Anklage - eine verschwundene biblische Gebetsgattung
- Die Weihnacht der Dichter - Bausteine zu einer Theologie der Weihnacht
- Sünde, Schuld, verfehltes Leben als Thema der Gegenwartsliteratur
- Theodizeeempfindlichkeit im Raum der Literatur
- Gesichter Jesu in der Literatur - Die Evangelisten als Schriftsteller
- Passion und Ostern
- Wie reden Schriftsteller von Gott
- Poetische Arbeit für den Gottesdienst
- Poesie und Spiritualität
- Wie mit Literatur umgehen in Religionsunterricht, Predigt und Erwachsenenbildung
Christentum und Weltreligionen
StudienzielChristsein kann heute nur im Horizont der Weltreligionen gelebt und glaubend verantwortet werden. Dabei ist darauf hinzuarbeiten, dass sich diffuse bzw. entscheidungsschwache in Richtung markanter bzw. entscheidungsstarke Pluralität entwickeln kann; eine mit der Entschiedenheit für das Eigene verbundene Pluralismus- bzw. Pluralitätsfähigkeit erweist sich als neue religiöse-theologische Schlüsselkompetenz bis in die praktische Verkündigung hinein. Neben Schlüsselfragen gegenwärtiger Religionstheologie stehen konkrete Gesprächs- und Konfliktfelder des christlichen Religionsdialogs im Vordergrund der Lehrveranstaltung (jeweils über ein Studienjahr 14täglich à 3 Stunden).
Inhalte
- Die neue Erlebnissituation religiöser Pluralität: das Christentum - eine Religion inmitten der Weltreligionen
- Die grosse Wende in der Religionstheologie: Das 2. Vatikanische Konzil
- Was meint: Exklusivismus - Inklusivismus - Pluralismus?
- Interreligiöses Lernen und Dialog: Dimensionen, Regeln und Probleme des Vergleichs; Dialogfähigkeit und Standfestigkeit; wer die anderen versteht, beginnt sich selber besser zu verstehen
- Eins in Abraham? Lernprozess Christen und Muslime: grundlegende Gemeinsamkeiten, bleibend Strittiges; Offenbarungsverständnis, Jesus im Koran, Trinität; christliche Neubewertung Muhammads und des Koran
- Christentum und fernöstliche Religionen: Lernprozess Christen und Buddhisten; Jesus Christus und Gautama, der Buddha: was sie verbindet und was sie unterscheidet; Gott östlich - westlich verstanden
- Ähnliche Grundfragen und Heilswege: Eine Landkarte der Religionen; Fallbeispiel: Reinkarnation und Auferweckung - zwei Hoffnungsbilder für ein Leben über den Tod hinaus
- Das Lebenswissen der Religionen - Projekt Weltethos: ein Grundkonsens verbindender ethischer Werte, Massstäbe und Grundhaltung
- Die grossen Gestalten im Vergleich: Die Einzigartigkeit Jesu Christi und das alternativlos Besondere des Christentums
- Die Vielfalt der Religionen im Heilsplan Gottes - eine christlich-theologische Sicht
Lebendige Quellen - Christliche Spiritualität im Alltag und im kirchlichen Beruf
Studienziele
Spiritualität wird hier verstanden als Prozess, in dem ein Mensch sich selbst in Beziehung sieht und setzt zu Gott, zu den Mitmenschen, zu sich selbst und zur ihn umgebenden Welt. Auf dem Hintergrund und im Dialog mit der persönlichen Erfahrung wird das Bewusstsein für Spiritualität gefördert in folgenden Teilbereichen:
Inhalte
a) 7 Halbtage Spiritualität während eines Studienjahres (1 Wochenstunde)
b) Persönlich gewählte Besinnungstage während des anderen Studienjahr und gemeinsames und gemeinsame Reflexion in der Kursgruppe
nach obenOekumenische Theologie
Ekklesiologie im Ringen christlicher Kofessionen und Kirchen
Ökumenisches Basiswissen für Theologie und Gemeinde
Studienziele: Studierende
- verfügen hinsichtlich der Konvergenzen und Divergenzen zwischen den christlichen Konfessionen über ein ökumenisches Basiswissen auf dem aktuellen Stand der kirchlichen Verständigung wie der wissenschaftlichen Diskussion
- haben ein differenziertes Verständnis für die ökumenische Lerngeschichte der letzten 50 Jhre vor allem im Blick auf die ekklesiologischen Anliegen und Streitfragen sowie konfessionelle Glaubensformen und Mentalitäten entwickelt
- sind in der Lage, Fragen und Probleme konkreter ökumenischer Praxis zu beurteilen sowie aktuelle interkonfessionelle Entwicklungen einzuordnen und deren Kompelxität adäquat zu kommunizieren.
Einzelthemen:
- Aktuelle Schlaglichter: Vom katholischen Antiökumenismus zum Ökumenismusdekret – von der Konsens- zur Profilökumene
- Weshalb sind die Kirchen getrennt? (1): Streitfragen der Ekklesiologie im Kontext der Spaltung zwischen Ost- und Westkirche
- Weshalb sind die Kirchen getrennt? (2): Streitfragen der Ekklesiologie im Kontext der abendländischen Kirchenspaltungen
- Ökumenische Auf- und Durchbrüche: Wegmarken und Meilensteine der christlichen Ökumene
- Die so genannten nicht-theologischen Faktoren: Konfessionstypische Glaubensformen und -prägungen. Unterschiedliche Zugänge und Akzentuierungen in der Rechtfertigungslehre damals und heute
- Konfessionsverschiedene Ehen und Familien – Vom Problemfall zur konfessionsverbindenden Normalität
- Abendmahl und Eucharistie: aktueller ökumenisch-theologischer Gesprächsstand und praktisch-pastorale Fragen
- Das ökumenische Kernproblem: Kirchen- und Amtsverständnisse – Worin heute die Grunddifferenz zwischen den Konfessionen besteht
- Welche Einheit soll es sein? Modellvorstellungen von Kirchengemeinschaft
- Die Vielfalt unterschiedlicher Kirchen- und Christentümer: Wunde oder Reichtum? Konfessionelle Identität in ökumenischem Geist
