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Luzerner Biblisch-Liturgischer Kommentar zum Ordinarium Missae [LuBiLiKOM]

Projektleitung und Mitarbeitende

Prof. Dr. Birgit Jeggle-Merz (Chur/Luzern) Prof. Dr. Walter Kirchschläger (Luzern)
Dr. des. Nicole Stockhoff (Luzern) dipl. theol. Christiane Schubert / dipl. theol. Andrea Gisler(Luzern)

Projektzeitraum

Beginn 2009 Geplanter Abschluss 2014

Das Ordinarium der Messfeier ist zu einem grossen Teil biblisch geprägt. Das trifft zunächst auf jene Texte des Ordinariums zu, die eine sehr lange liturgische Tradition aufweisen und zum grossen Teil schon in den ersten liturgischen Quellen zu finden sind („Im Namen des Vaters …“, „Der Herr sei mit euch“, „Amen“ etc. Die biblische Beeinflussung und Gestaltung der liturgischen Texte ist aber auch in jenen Texten erkennbar, die im Zuge der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils in die „Feier der Gemeindemesse“ aufgenommen wurden. Zu denken ist hier z.B. an die möglichen Varianten des Eröffnungsgrusses und des Bussritus sowie an die neuen Eucharistischen Hochgebete, insbesondere an das Vierte Eucharistische Hochgebet. Darin wird deutlich, dass nicht nur im Rahmen der Wortliturgie aus der Heiligen Schrift gelesen wird, sondern nahezu in allen Texturen der Liturgie auf die Grundurkunden christlichen Glaubens und damit auf das Fundament der christlichen Glaubensgemeinschaft Bezug genommen wird. Durch eine sorgsame Bewusstmachung des inhaltlichen Reichtums der feststehenden, regelmässig wiederkehrenden Formulierungen in der Liturgie der Eucharistiefeier soll die Aufmerksamkeit der Feiernden auf die Sinntiefe und den theologischen und religiösen Reichtum einzelner Worte und Sätze gelenkt werden. Das interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt setzt dabei die Akzente auf zwei der hier geforderten theologischen Disziplinen: auf die neutestamentliche Bibelwissenschaft und auf die Liturgiewissenschaft – wohl wissend, dass das Vorhaben eine Beteiligung der meisten anderen theologischen Disziplinen erforderlich machte. Diese soll auch, wo sie unerlässlich ist, nicht ausgeklammert werden. In der Konzeption des Projekts war jedoch eine entsprechende Schwerpunktsetzung erforderlich. Damit wird auch die Stossrichtung der Kommentierung der Texte des Ordinarium Missae erkennbar. Es geht dabei um die exegetisch-bibeltheologische Erschliessung als dem ursprünglichen Ausgangspunkt des Textverständnisses. Daran schliesst sich die Einordnung in den konkreten Kontext der Liturgie und ihrer Abfolge als zusätzliches sinnsteuerndes Element an – ein Befund, der Gegenstand einer liturgiewissenschaftlichen Reflexion und Kommentierung ist. Als biblisch-methodische Wegleitung für diesen Prozess kann die Frage des Philippus an den Kämmerer der äthiopischen Königin herangezogen werden: „Verstehst du auch, was du liest?“ (Apg 8,30). Aus liturgietheologischem Blickwinkel schliesst sich eine zweite Frage an: „Versteht du auch, was du feierst?“ Im Versuch einer Beantwortung dieser Fragen kann das liturgische Verstehen des Wortes und des Vollzugs einen neuen Impuls erhalten, der nicht nur einer lebendigen Feier der Liturgie förderlich ist, sondern auch die Reflexion über das liturgische Geschehen begünstigt und dieses im Offenbarungszeugnis der Bibel, das heisst im Gottes- bzw. im Christusgeschehen verankert.

Vorliegende Veröffentlichungen zum Thema

Birgit Jeggle-Merz / Walter Kirchschläger / Christiane Schubert / Nicole Stockhoff, Luzerner Bibel-Liturgischer Kommentar zum Ordinarium Missae [LuBiLiKOM]. Skizze eines Forschungsprojekts, in: Zwischen Tradition und Postmoderne. Die Liturgiewissenschaft vor neuen Herausforderungen. Hg. v. Michael Durst u. Hans Münk. Freiburg/Ue. 2010 (Theologische Berichte 33) 193-227.

Andrea Gisler / Birgit Jeggle-Merz / Walter Kirchschläger / Christiane Schubert / Nicole Stockhoff, Luzerner Biblisch-Liturgischer Kommentar zum Ordo Missae (LuBiLiKOM). Konzeption und Forschungsplan, in: BiLi 84 (2011) 77-88.

Andrea Gisler / Birgit Jeggle-Merz / Walter Kirchschläger / Christiane Schubert / Nicole Stockhoff, „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Eine biblisch-liturgische Hinführung, in: BiLi 84 (2011) 89-95.

Andrea Gisler / Birgit Jeggle-Merz / Walter Kirchschläger / Christiane Schubert / Nicole Stockhoff) „Gehet hin in Frieden“. Zum Entlassungsruf des Ordo Missae. Biblisch-Litur­gischer Kommentar, in: BiLi 84 (2011) 95-107.

Geplante Veröffentlichungen

Luzerner
Bibel-Liturgischer Kommentar zum Ordinarium Missae in mehreren Bänden (Erscheinung 1. Bd. 2012, 2. Bd. 2013,
3. Bd. 2014).