Bachelor of Arts in Soziologie
Soziologie versteht sich als ein gesellschaftswissenschaftliches Grundlagenstudium. Folgende Schwerpunkte prägen die Forschung und Lehre des Soziologischen Seminars:
- Soziologische Theorien
- Methoden der empirischen Sozialforschung
- Kommunikation & Kommunikationsmedien
- Weltgesellschaft
- Organisationen
- Analyse der Funktionsbereiche der modernen Gesellschaft (insbesondere Wirtschaft, Wissenschaft, Massenmedien, Politik, Religion)
Die Weltgesellschaft, in der wir leben
Das Grundlagenstudium vermittelt Basiswissen über die (Welt-)Gesellschaft sowie Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung. Die thematischen Schwerpunkte vermitteln spezifisches Wissen in den zentralen Bereichen der modernen Gesellschaft.
Aktuelle Trends verstehen – Kommunikationsmedien und die globale Gesellschaft
Kommunikation, Kommunikationsmedien und Kommunikationstechnologien sind zu dominanten Phänomenen der modernen Gesellschaft geworden. Um bedeutungsvolle gesellschaftliche Trends und Phänomene wie beispielsweise:
- weltweite Migrationsprozesse
- globale politische Konflikteskalationen
- den Zusammenhang zwischen Globalisierung und regionalen Kulturen
- die «virtuelle» Realität der «virtuellen Gemeinschaften» globaler Kommunikationsnetze
- die Verwandlung von sozialen Bewegungen in weltweit aktive, auf massenmediale Aufmerksamkeit angewiesene NGO‘s (Non Governmental Organizations)
- die Bedeutungszunahme von Public Relations und Marketingstrategien politischer und ökonomischer Organisationen
- die Ausdifferenzierung von Funktionsbereichen, die inzwischen weltweit operieren (Wirtschaft, Massenmedien, Wissenschaft, Politik, Religion)
verstehen und analysieren zu können, muss auf die Rolle von Kommunikationsmedien im Rahmen der Ausbildung einer in Funktionsbereiche differenzierten Weltgesellschaft Bezug genommen werden. Dabei ist ein umfassender, gesellschaftswissenschaftlicher Zugang erforderlich, der aktuelle Trends historisch rekonstruiert und diese als Grundlage für die Einschätzung möglicher Entwicklungen nutzen kann.
Studium und Beruf – Theorie und Praxis: reflexives und operatives Wissen
Theorie und Praxis sind immer aufeinander bezogen. Praxisnahes, «operatives» Wissen ist Wissen, welches sich bereits in der Praxis bewährt hat. Dieses Wissen vermitteln in erster Linie die Fachhochschulen.
Im Vergleich dazu zeichnet sich das Lehrkonzept des Soziologischen Seminars durch die typischerweise universitäre Ausrichtung auf «reflexive Wissensformen» aus. Gefördert wird etwa:
- die Fähigkeit, sich in offenen, unstrukturierten Situationen zu bewähren, in denen kein bereits bewährtes Wissen zur Verfügung steht
- die Fähigkeit zu reflexiver Distanz, zur kritischen Evaluation von Alternativen sowie zur selbständigen Bestimmung und Lösung von Problemen.
Das Studium der Soziologie soll Studierende ausbilden, die anspruchsvolle Führungsaufgaben zu übernehmen in der Lage sein werden, die Problemlösungsfähigkeiten und analytische Kompetenzen auf hohem Reflexionsniveau verlangen und eine sowohl generalistische wie auch spezifische, kultur- und gesellschaftswissenschaftliche bzw. humanwissenschaftliche Ausbildung erfordern. Insofern orientiert sich die Ausbildung an einem klassisch generalistischen Profil, das in erster Linie reflexive, forschungsorientierte Fähigkeiten fördert, die dann in eine ganze Reihe spezialistischer Berufsprofile eingebracht werden können. Folgende Berufsprofile kommen entsprechend primär in Frage:
- Institutionen und internationale Organisationen: Funktionen der Politik und Strategie
- Wissenschaft: Durchlauf der akademischen Laufbahn
- Kulturmanagement
- Unternehmensberatung und Personalplanung Sozialwesen
- Beratungstätigkeiten
In Luzern Soziologie studieren bedeutet:
Ein forschungsnahes, an der Vermittlung reflexiver Fähigkeiten orientiertes Ausbildungskonzept, das auch die neuen technischen Möglichkeiten des E-Learning berücksichtigt. Ein überschaubarer Studienkontext, der eine persönliche Betreuung der Studierenden durch Dozierende und Assistierende gewährleistet – wir sind keine Massenuniversität.
Curriculum BA Soziologie
Abschluss, Umfang und Dauer
Der Bachelor (BA – Bachelor of Arts) ist der erste akademische Abschluss innerhalb des gestuften Studiensystems von Bachelor, Master und Promotion. Das Bachelorstudium vermittelt sowohl generalistische wie auch spezifische Fachkompetenzen. Ziel ist eine qualifizierte wissenschaftliche Grundausbildung, die sowohl die notwendige Voraussetzung für ein Masterstudium als auch die Grundlage für eine weiterführende Berufsausbildung ist. Das Bachelorstudium umfasst 180 Credit Points gemäss ECTS. Ein Credit Point entspricht einer durchschnittlichen Arbeitsleistung von 25-30 Stunden. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester (3 Jahre). Ein Studium in Teilzeit ist möglich.
Aufbau/Studienstruktur
Das Fach Soziologie kann im Rahmen eines Fächerstudiums als Major oder Minor belegt werden. Die Studieninhalte und –anforderungen sind in der Studien- und Prüfungsordnung und deren Wegleitungen detailliert beschrieben. Die Musterstudienpläne sind inhaltliche Studiumsempfehlungen.
Sprachkenntnisse
Gute Englischkenntnisse sind erwünscht, da ein grosser Teil der Literatur in englischer Sprache verfasst ist.
Latein ist keine Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Je nach Interesse und wissenschaftlichem Schwerpunkt gilt Latein aber als notwendige Kompetenz; der Erwerb entsprechender Kenntnisse wird nachdrücklich empfohlen.
Nebenfächer
Anmeldung und Zulassungsbedingungen
Nähere Informationen zur Anmeldung und den Zulassungsbedingungen zum Studium finden Sie unter dem Hauptmenüpunkt Studium unserer Website.
Kontakt
Sekretariat des Soziologischen Seminars
Frau Monika Sy
Frohburgstrasse 3, Postfach 4466
CH-6002 Luzern
Tel: 041 229 55 53
Fax: 041 229 55 65
E-Mail: L_hc__ulinu--ys__akinom



