Navigation



Sie sind hier:

Bachelor of Arts in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften

Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt – bislang einmalig in der Schweiz

Bild

Der Integrierte Studiengang „Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften“ konzentriert sich einerseits auf ein gesellschaftswissenschaftliches Grundlagenprogramm, andererseits auf die beiden thematischen Schwerpunkte „Kommunikation und Kommunikationsmedien“ und „Organisationen“. Der Studiengang ist als interdisziplinäres Kooperationsprojekt konzipiert: die thematischen Schwerpunkte werden umfassend, aus einer integrativen gesellschaftswissenschaftlichen Optik, betrachtet, wobei insbesondere soziologische, politikwissenschaftliche und historische Akzente gesetzt werden. Der Studiengang wird organisatorisch vom Soziologischen Seminar der Universität Luzern betreut.

  1. Unterschiede zwischen Bachelor- und Masterstufe: zunehmende Interdisziplinarität - Basiswissen und Spezialisierung
  2. Die Leitlinien des Programms: Gesellschaft - Kommunikationsmedien - Organisationen
  3. Studienstruktur
  4. Lehrformen und Ausbildungsziele
  5. Praxisveranstaltungen
  6. Methoden
  7. Berufsmöglichkeiten
  8. Weitere Informationen und Kontakt

Unterschiede zwischen Bachelor- und Masterstufe: zunehmende Interdisziplinarität - Basiswissen und Spezialisierung

Interdisziplinaritätist anspruchsvoll. Ähnlich wie beim Erlernen von Sprachen ist zunächst die gute Beherrschung einer bestimmten Sprache die Voraussetzung für das Erlernen weiterer Sprachen. Entsprechend nimmt die interdisziplinäre Vernetzung mit dem Fortschreiten des Studiengangs zu. Die Bachelor-Stufe dient der Grundlegung: hier steht die gesellschaftswissenschaftliche Komponente (soziologisch und politikwissenschaftlich) im Vordergrund, während medienhistorische und kulturwissenschaftliche Bezüge im Ergänzungsbereich des Programms platziert sind. Die anschliessenden Masterprogramme hingegen unterscheiden nicht mehr zwischen gesellschaftswissenschaftlichem Kernbereich und kulturwissenschaftlichem Ergänzungsbereich, sondern fokussieren das Schwerpunktthema des Masters jeweils gleichzeitig und umfassend in seinen soziologischen, politikwissenschaftlichen und historischen Bezügen - also aus umfassend gesellschafts- und kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Das Bachelor-Programm vermittelt Basiswissen und erste grundlegende Fähigkeiten: das Lehrprogramm ist entsprechend breit bzw. generalistisch angelegt. Das anschliessende Masterstudium vermittelt thematisch spezialisierendes Wissen, aber auch die Fähigkeit zur anspruchsvollen Vernetzung von interdisziplinären theoretischen Wissensbeständen, methodischen Kenntnissen und berufsprofilierenden Umsetzungen. Entsprechend besteht zwar durchaus die Möglichkeit, das Studium mit dem Bachelor-Abschluss zu beenden. Allerdings kann ein über erste Basiskenntnisse hinausgehendes, anspruchsvolles Ausbildungsprogramm erst mit dem Master abgeschlossen werden. Wir empfehlen entsprechend eine Fortsetzung des Studiums auf Masterstufe.

nach oben

Die Leitlinien des Programms: Gesellschaft - Kommunikationsmedien - Organisationen

Kommunikation, Kommunikationsmedien und Kommunikationstechnologien sind zu dominanten Phänomenen der modernen Gesellschaft geworden. Um bedeutungsvolle gesellschaftliche Trends und Phänomene wie beispielsweise:

  • weltweite Migrationsprozesse
  • globale politische Konflikteskalationen
  • den Zusammenhang zwischen Globalisierung und regionalen Kulturen
  • die «virtuelle» Realität der «virtuellen Gemeinschaften» globaler Kommunikationsnetze
  • die Verwandlung von sozialen Bewegungen in weltweit aktive, auf massenmediale Aufmerksamkeit angewiesene NGO‘s (Non Governmental Organizations)
  • die Bedeutungszunahme von Public Relations und Marketingstrategien politischer und ökonomischer Organisationen
  • die Ausdifferenzierung von Funktionsbereichen, die inzwischen weltweit operieren (Wirtschaft, Massenmedien, Wissenschaft, Politik, Religion)
verstehen und analysieren zu können, muss auf die Rolle von Kommunikationsmedien im Rahmen der Ausbildung einer in Funktionsbereiche differenzierten Weltgesellschaft Bezug genommen werden. Dabei ist ein umfassender, gesellschaftswissenschaftlicher Zugang erforderlich, der aktuelle Trends historisch rekonstruiert und diese als Grundlage für die Einschätzung möglicher Entwicklungen nutzen kann. nach oben

Studienstruktur

Curriculum BA Gesellschafts- und Kommunikations-wissenschaftenCurriculum BA Gesellschafts- und Kommunikations-wissenschaften

Das BA-Programm „Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften“ orientiert sich entsprechend an vier Schwerpunktbereichen bzw. ist in vier Module gegliedert:

a. Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen

Hier steht die Vermittlung gesellschafts- und kommunikationswissenschaftlichen Grundlagenwissens im Vordergrund: als Voraussetzung der Fähigkeit, die moderne Gesellschaft (als Weltgesellschaft, als Informationsgesellschaft, als Wissensgesellschaft) in ihren lokalen und globalen Dynamiken, Prozessen und Strukturen zu verstehen und dieses Wissen für spezifische Belange einzusetzen. Die thematischen Schwerpunkte des Programms (Kommunikationsmedien, Organisationen) werden grundsätzlich immer in Bezug zur Gesamtgesellschaft gesetzt (Medienwandel und Wandel der Gesellschaft; Organisation und Gesellschaft). Dazu bedarf es nicht nur guter Kenntnisse über die neuesten Entwicklungen theoretischer Modelle der Gesellschaft und der Kommunikation; sondern auch methodischer Fähigkeiten, die in einem einführenden Grundprogramm in Techniken der empirischen Sozial- und Kommunikationsforschung vermittelt werden (s. dazu weiter unten).

b. Kommunikation und Kommunikationsmedien

Auch hier steht die Vermittlung von Basiswissen im Vordergrund: Wissen über Kommunikationsmodelle und Medientheorien; Wissen über den Zusammenhang von Medieninnovation und gesellschaftlichem Wandel (Oralität, Schrift, Buchdruck, elektronische Medien, Neue Medien und die Transformation der Gesellschaft: Medienwandel als Gesellschaftsgeschichte); Wissen über die Mediengesamtkonstellation, die die gegenwärtige (Welt)Gesellschaft prägt. Besondere Schwerpunkte: Visualität und visuelle Kommunikation (mit film- und kunsthistorisch ergänzenden Veranstaltungen); Mediengeschichte; Medienwirkungen; (Massen-)Medien und Politik; (Massen-)Medien und Wissenschaft; (Massen-)Medien und Organisationen (public relations; marketing), wobei insbesondere wirtschaftliche und politische Organisationen, aber auch NGO’s (Nichtregierungsorganisationen) und NPO’s (Non Profit-Organisationen) im Vordergrund stehen.

c. Organisationen

In diesem Schwerpunktbereich werden Organisationsaspekte im Zusammenhang mit Merkmalen und Trends behandelt, die für gegenwärtige Gesellschaften kennzeichnend sind. Dabei werden zum Beispiel Konturen der Wissensgesellschaft, Herausforderungen der informationstechnologischen Revolution, Länder vergleichende Fragestellungen oder Formen des sozialen und kulturellen Wandels berücksichtigt.

Zweitens wird in Grundlagen und Arbeitstechniken der Organisationsforschung eingeführt. Inhaltlich kann es um Aspekte der Reform- und Innovationsfähigkeit von Organisationen gehen, es können Probleme sozialer Ungleichheit und Diskriminierung in Organisationen berücksichtigt werden, oder es werden spezielle Herausforderungen bestimmter Organisationen (wie z.B. internationale Organisationen, Medienorganisationen, neu gegründete Organisationen, Non Profit-Organisationen) bearbeitet.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden schliesslich organisationsinterne und zwischenorganisatorische Themenstellungen. Insbesondere werden hier Kommunikationsstrukturen und Formen der Öffentlichkeitsarbeit, Prozesse der Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung sowie Veränderungen vorherrschender Kooperationsweisen behandelt.

d. Kulturwissenschaften

Kulturwissenschaftliche Überblicksverantaltungen ergänzen das Programm, und sollen einen ersten Einblick in die Möglichkeiten und Chancen interdisziplinärer Orientierung bieten. Das kulturwissenschaftliche Ergänzungsprogramm wird in Zusammenarbeit mit den anderen Seminaren der Fakultät angeboten (Geschichte, Philosophie, Religionswissenschaft/Judaistik).

nach oben

Lehrformen und Ausbildungsziele

Der Übergang von der Mittelschule zur Universität ist immer schwierig. Die Mittelschule ist nach dem Klassenprinzip aufgebaut (wie Fachhochschulen auch). An der Universität stehen hingegen forschungsnahe, sehr offene Veranstaltungsformen in Vordergrund, die von den Studierenden die selbständige Mitgestaltung des Studiums verlangen. Das Bachelor-Programm nimmt auf diese Schwierigkeiten Rücksicht. Es beginnt mit einem deutlich strukturierten Einführungsprogramm, das bis tief ins zweite und zum Teil ins dritte Studienjahr hineinreicht. Mit fortschreitendem Studium findet ein kontinuierlicher Übergang zu immer deutlicher forschungsnahen Lehrformen statt. In den Masterprogrammen stehen schliesslich ausschliesslich forschungsnahe Lehrformen im Vordergrund (Seminare, Forschungskolloquien, Forschungsarbeiten/Praxisarbeiten, Masterarbeiten). Von den Studierenden wird hier erwartet, eigene Studienschwerpunkte zu setzen und - in Auseinandersetzung mit den Mitstudierenden und den Lehrenden - selbständig zu gestalten. Hinter diesem didaktischen Aufbau verbirgt sich die Überlegung, dass zwar auf jeden Fall die Entwicklung sachlicher Kompetenz entlang der thematischen Schwerpunkte des jeweiligen Programms gefördert werden soll. Dass aber im Hinblick auf anspruchsvolle Berufsprofile die Fähigkeit zu forschungsnaher Erarbeitung von Wissen genauso sehr von eminenter Bedeutung ist: die Fähigkeit also, offene, unstrukturierte Situationen selbständig zu gestalten sowie die Kompetenz zur kritischen Evaluation von Handlungsalternativen - auf der Grundlage eigenständiger Forschungsarbeit unter Nutzung aller professioneller Recherchetechniken der modernen Wissensgesellschaft.

nach oben

Praxisveranstaltungen

Das Bachelor-Programm „Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften“ ist als Grundlagenprogramm konzipiert, das sich als solide Basis für anschliessende Spezialisierungen auf Masterstufe eignet. Entsprechend ist erst im Masterprogramm die Möglichkeit einer spezifischen berufspraktischen Anbindung (Praktika) vorgesehen (Forschungs-Praxis-Modul). Bereits im Bachelor-Programm wird allerdings eine Vielzahl von Praxisveranstaltungen angeboten, die erste Einblicke in allenfalls interessierende berufspraktische Felder bieten sollen.

nach oben

Methoden

Die Methodenausbildung auf der Ebene der Bachelor-Stufe vermittelt den Studierenden die theoretischen und praktischen Grundlagen zur Konzeption, Durchführung und Bewertung von empirischen Arbeiten. Dabei werden im Sinne einer breiten Vermittlung methodischer Kompetenzen die beiden dominanten Forschungsparadigmen gleichwertig berücksichtigt, so dass die Studierenden sowohl standardisierte („quantitative“) als auch nicht-standardisierte („qualitative“) Methoden kennen und anwenden lernen.

Das Methodenprogramm vermittelt die Grundlagen der empirischen Sozial- und Kommunikationsforschung (Forschungsdesign, Datenerhebung und Datenauswertung) sowie die Anwendung der zentralen sozialwissenschaftlichen Methoden: Befragung, Beobachtung, Experiment und Inhaltsanalyse. Darauf aufbauend wird eine Vertiefung in quantitativer Datenanalyse und qualitativer Sozialforschung angeboten. Auf der Ebene des Masterstudiums erfolgt schliesslich eine Spezialisierung in empirischer Sozialforschung innerhalb der drei thematischen Ausrichtungen der Masterstufe.

nach oben

Berufsmöglichkeiten

Das Bachelor-Programm vermittelt Basiswissen und erste grundlegende Fähigkeiten: das Lehrprogramm ist entsprechend breit bzw. generalistisch angelegt. Das anschliessende Masterstudium vermittelt thematisch spezialisierendes Wissen, aber auch die Fähigkeit zur anspruchsvollen Vernetzung von interdisziplinären theoretischen Wissensbeständen, methodischen Kenntnissen und berufsprofilierenden Umsetzungen. Entsprechend besteht zwar durchaus die Möglichkeit, das Studium mit dem Bachelor-Abschluss zu beenden und in das Arbeitsleben einzutreten. Allerdings kann ein über erste Basiskenntnisse hinausgehendes, anspruchsvolles Ausbildungsprogramm erst mit dem Master abgeschlossen werden. Wir empfehlen entsprechend eine Fortsetzung des Studiums auf Masterstufe.

Die Master-Programme fördern reflexive, forschungsorientierte Fähigkeiten, die durch berufspraktische Bezüge erweitert werden können. Die thematischen Schwerpunkte Organisationen und Kommunikationsmedien sowie Weltgesellschaft und Weltpolitik weisen dabei auf die spezifischen Berufsprofile hin: Tätigkeiten in der Medienindustrie wie Programmgestaltung, Herausgeber, Journalismus etc.; Unternehmens- und Organisationskommunikation; Public Relations; interne Kommunikation in Unternehmen und Organisationen (von Parteien und religiösen Organisationen bis hin zu NGOs und Non-Profit-Organisationen); Funktionen der Politik und Strategie in Institutionen und internationalen Organisationen; Unternehmensberatung und Personalplanung; öffentliche Verwaltung; akademische Laufbahn.

nach oben

Weitere Informationen und Kontakt

Nähere Informationen zur Anmeldung und den Zulassungsbedingungen zum Studium finden Sie unter dem Hauptmenüpunkt Studium unserer Website.

Sekretariat des Soziologisches Seminars
Frau Monika Sy
Frohburgstrasse 3, Postfach 4466
CH-6002 Luzern 
Tel: 041 229 55 53
Fax: 041 229 55 65
L_hc__ulinu--ys__akinom

nach oben